Mittwoch, 19.06.2019
Verkehrsblatt IVW
04.04.2019

¬ Jahresbilanz

Starker Euro bremst ZF

Der vergleichsweise starke Euro hat den Zulieferer ZF 2018 gebremst.
© Foto: picture alliance/Felix Kästle/dpa

zum Themenspecial Forschung

Ein starker Euro, steigende Materialpreise und höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben den Autozulieferer ZF gebremst. Zwar seien die Erlöse 2018 um 1,3 Prozent auf 36,9 Milliarden Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider am Donnerstag in Friedrichshafen am Bodensee. Dabei seien aber starke Währungseffekte spürbar gewesen - ebenso wie der Verkauf des Geschäftsbereichs Fahrzeugbediensysteme. Aus eigener Kraft sei der Umsatz um rund sechs Prozent gewachsen.

Durch einen starken Euro werden Exporte außerhalb Europas teurer, was sich auf die Nachfrage dort niederschlagen kann. Zudem fallen im Ausland erzielte Erlöse bei der Umrechnung in Euro geringer aus.

Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) lag 2018 mit 2,1 Milliarden Euro unter Vorjahresniveau (2,3 Milliarden). Der Gewinn unterm Strich ging von knapp 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 965 Millionen Euro zurück. Auch hier hätten sich unter anderem der starke Euro sowie gestiegene Materialpreise bemerkbar gemacht, sagte Finanzvorstand Konstantin Sauer. Außerdem habe ZF die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöht.

Angespanntes Marktumfeld

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ZF-Chef Scheider in einem angespannten Marktumfeld mit einem leichten Wachstum auf einen Umsatz zwischen 37 und 38 Milliarden Euro. Gründe seien die Unsicherheiten in vielen Ländern mit Blick auch auf den Brexit und Handelskonflikte.

Einen Großauftrag konnte ZF noch bekanntgeben: Ab 2022 liefert das Unternehmen ein weiterentwickeltes 8-Gang-Automatgetriebe über eine langjährige Laufzeit an BMW. Die Bestellung hat demnach ein Volumen im zweistelligen Milliardenbereich und ist nach ZF-Angaben der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte. Der Serienstart erfolge am Standort in Saarbrücken.

Zudem steht ein Zukauf bevor. ZF will für gut 6,2 Milliarden Euro den US-Bremsenhersteller Wabco übernehmen. Beide Unternehmen haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet. Jedoch müssen mehr als die Hälfte der Wabco-Aktionäre sowie die Wettbewerbsbehörden zustimmen. ZF rechnet mit einem Abschluss des Geschäfts Anfang 2020. Damit würde sich ZF Kompetenzen für Nutzfahrzeug-Bremssysteme sichern, die die Firma für das automatisierte Fahren braucht und bisher nicht hat. (dpa)

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: picture alliance/Felix Kästle/dpa)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Hyundai Santa Fe Totwinkelassistent

Hyundai Santa Fe bekommt Monitor

Nach dem Nexo stattet Hyundai auch den Santa Fe mit einem Monitor für den Totwinkelassistenten aus. Die Kameras des Systems erfassen Bereiche, die mit herkömmlichen Rück- oder Seitenspiegeln nicht einsehbar sind. ¬ mehr

Bilder 18.06.2019

¬ Renault Zoe

Upgrade für den Elektro-Bestseller

Bislang musste sich der Renault Zoe nur gegen wenig Konkurrenz durchsetzen und zählt zu den Bestsellern am Elektro-Markt. Doch so langsam rücken ihm die Mitbewerber auf die Pelle. Mit einem umfangreichen Upgrade will sich der Franzose nun gegen Peugeot 208-e, Opel E-Corsa und die Volkswagen-Stromer wappnen. ¬ mehr

Contidrom Continental

Contidrom online besuchen

Ab sofort kann das Contidrom, die Teststrecke von Continental, online besucht werden. "Besucher" können einen virtuellen Rundgang machen und unterschiedliche Versuche in vielen Filmen sehen. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Frage der Woche


Beliebteste Inhalte

  • 18.06.2019 | Fahrbericht BMW X3/X4 M

    Sportwagen von heute

    Martin Hartmann meint: Yes, das braucht Man(n) heute um von A nach B durch den Münchner Feierabendverkehr zu cruisen. Wied...mehr

  • 10.05.2019 | Serviceexpertengipfel Zweiflingen

    Wer nicht mitgeht, hat keinen Platz mehr

    TomCat meint: Über-den-Tisch-Zieh Prämie?"Torsten Fiebig, Berater beim Marketingspezialisten Veact, stellte ...mehr

  • 30.04.2019 | Stuttgart

    Gericht erklärt "Diesel-Richter" für befangen

    Andreas Giersberg meint: "... Künftig werden sich daher nun immer jeweils drei Richter damit befassen. (dpa)...." di...mehr

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Betriebssicherheit

Mitarbeiteranweisungen

Mitarbeiteranweisungen

Schnell vermitteltes Wissen zu wesentlichen Gefahrenquellen in der Werkstatt. ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Springer Automotive Shop

Leistungsträger statt Mitläufer!

In der Neuerscheinung "Gewinnertypen im Verkauf" zeigt Ihnen Top-Verkäufer Ulrich Stegmann, wie Sie zu einer erfolgreichen Verkäuferpersönlichkeit werden. ¬ Jetzt bestellen!