Sonntag, 21.07.2019
Verkehrsblatt IVW
06.10.2008

¬ Autosalon Paris

Smart erwägt Ausbau der Modellpalette

Der Elektro-Smart wird laut Jensen "erheblich teurer als das, was wir heute haben."
© Foto: Daimler

Bei Smart wird angesichts einer lebhaften Nachfrage über eine Erweiterung der Modellpalette nachgedacht. Ein Fahrzeug mit drei oder vier Sitzen neben dem derzeit einzigen Modell Fortwo sei vorstellbar, sagte Smart-Chef Anders Sundt Jensen am Freitag auf dem Autosalon in Paris. Entschieden sei aber noch gar nichts. Das Auto müsse zur Marke passen und die Käufer wie der erste Kleinwagen vor zehn Jahren überraschen. "Da, wo Smart draufsteht, muss auch Smart drin sein. Wenn uns das nicht gelingt, brechen wir ab." Smart hatte nach Milliardenverlusten, einem umfangreichen Sanierungsprogramm und massivem Stellenabbau 2007 wieder eine schwarze Null geschrieben. Ein Jahr zuvor war die Kleinwagensparte vollständig in die Mercedes-Organisation integriert worden. Um wieder auf die Erfolgsspur mit seinem City-Flitzer zu kommen, hatte der Stuttgarter Autobauer zuvor einen Roadster und eine Viersitzer-Variante eingestellt. Vor allen Überlegungen habe aber die Weiterentwicklung dieses Kernmodells Vorrang, sagte Jensen. "Wir leben sehr gut mit dem Fortwo." Zunächst gehe es um die schrittweise Einführung des Elektro-Smart vom nächsten Jahr an. Die Erfahrungen mit 100 strombetriebenen Fahrzeugen, die derzeit in London im Probebetrieb unterwegs sind, seien sehr gut. "Bisher gibt es keine nennenswerten Probleme." Zum Preis machte Jensen keine näheren Angaben, stellte aber klar: "Das Auto wird erheblich teurer als das, was wir heute haben." Daher würden die Elektro-Smart zunächst nur verleast. Er traue der E-Variante langfristig einen deutlichen Anteil am Gesamtgeschäft zu. "Vielleicht kommen wir irgendwann in den Bereich, den heute der Diesel hat." Derzeit haben rund 80 Prozent aller verkauften Smart einen Benzinmotor "Richtig gute Zahlen" erwartet In diesem Jahr rechnet die Daimler-Tochter nach Angaben von Jensen mit einem deutlichen Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr, als gut 100.000 Autos verkauft worden waren. Auch für das nächste Jahr sehe es gut aus. Außerdem werde Smart Gewinn machen und "richtig gute Zahlen" beisteuern, sagte Jensen. Nähere Angaben machte er allerdings nicht. (dpa)

 
 

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