Dienstag, 26.03.2019
Verkehrsblatt IVW
10.01.2019

¬ Waymo

Roboterwagen-Software auch für Privatautos

Waymos Messeauftritt auf der CES in Las Vegas.
© Foto: picture alliance/STEVE MARCUS/REUTERS

Waymo ist Vorreiter beim autonomen Fahren und will seine Roboterwagen-Software künftig auch für Privatautos anbieten. "Es wird in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein, zu sagen, man will einen Waymo-Chauffeur in seinem persönlichen Wagen installiert haben", sagte Firmenchef John Krafcik bei einem Auftritt am Rande der Technik-Messe CES in Las Vegas. Zunächst stünden aber Robotertaxi-Angebote im Fokus. Einen solchen Dienst startete Waymo jüngst mit zunächst eingeschränkter Kundenzahl in einem Vorort der Stadt Phoenix im US-Bundesstaat Arizona.

Krafcik wollte nicht sagen, in welcher US-Stadt Waymo als nächstes einen Robotaxi-Service einführen könnte. Testfahrzeuge der Firma seien neben Phoenix und dem Silicon Valley auch in Seattle und Detroit unterwegs. New York sei auch ein interessanter Markt für Fahrdienste, "vielleicht der interessanteste im Land".

"Wir bauen keine Autos, wir entwickeln Fahrer", sagte Krafcik am Mittwochabend (Ortszeit). Diese Software werde in der Zukunft in verschiedenen Arten von Fahrzeugen einsetzbar sein. Waymo entstand aus den selbstfahrenden Google-Testautos, die der Internet-Konzern vor fast einem Jahrzehnt auf die Straße schickte. Die Firma gilt als besonders weit bei der Entwicklung von Roboterwagen-Technologie. Diverse Autohersteller, Zulieferer und Start-ups arbeiten ebenfalls an solcher Technik.

Bei Krafciks Auftritt wurde auch bekannt, dass Waymo nach dem ersten tödlichen Roboterwagen-Unfall mit einem Auto des Fahrdienst-Vermittlers Uber die Situation auf einem Testgelände nachspielte. Eine solche Vorgehensweise sei in der Branche üblich, um daraus zu lernen, sagte Krafcik. Er hatte schon kurz nach dem Unglück betont, Waymo-Systeme wären mit der Situation fertig geworden. Der Uber-Testwagen hatte in Arizona eine Frau, die bei Dunkelheit die Fahrbahn überquerte, erfasst und getötet. Nach ersten Untersuchungen hatte die Software Schwierigkeiten, die Frau, die ein Fahrrad schob, zu erkennen. (dpa)

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: picture alliance/STEVE MARCUS/REUTERS)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

In gewisser Weise ein Schnäppchen

Laut Bugatti handelt es sich beim La Voiture Noire um den teuersten Neuwagen der Welt. Im Vergleich zu einem historischen Vorbild, den das Einzelstück in einigen Details zitiert, ist der Wagen allerdings ein Schnäppchen. ¬ mehr

Bosch rüstet Fabriken für Mobilfunkstandard 5G

Die Auktion der Frequenzen für den neuesten Mobilfunkstandard läuft. Bis das Netz steht, dürfte es noch dauern. Doch in der Industrie bereitet man sich längst vor.
¬ mehr

Eine Einladung für Autodiebe

Schlüssellose Zugangssysteme beim Auto sind komfortabel, aber nicht immer sicher. Selbst bei teuren Premiumfahrzeugen kann man sich nicht auf die Technik verlassen. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Anzeige

Infoline CARAT

Gut, wenn man in der digitalen Transformation eine starke Organisation wie die CARAT an der Seite hat! ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Springer Automotive Shop

Leistungsträger statt Mitläufer!

In der Neuerscheinung "Gewinnertypen im Verkauf" zeigt Ihnen Top-Verkäufer Ulrich Stegmann, wie Sie zu einer erfolgreichen Verkäuferpersönlichkeit werden. ¬ Jetzt bestellen!

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!