Traditionell am Vortag der Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München präsentierte das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe seine Bilanz für das vergangene Jahr sowie einen Ausblick auf 2009. Dabei zeichnete Robert Rademacher, Präsident des ZDK, beim Service ein geteiltes Bild. Einerseits habe sich der Verdrängungswettbewerb weiter verschärft, andererseits habe es einen Zuwachs von rund einer Million Serviceaufträgen gegeben. So gingen 2008 insgesamt 72,5 Millionen Aufträge bei den Werkstätten ein. Als Gründe für den Anstieg nannte Rademacher die gelungenen zielgruppenorientierten Marketingprogramme mit saisonalen Paketpreisen und die "meteorologische Sonderkonjunktur", die eine Werkstattauslastung von 84 Prozent von November bis Januar (Vorjahr 81 Prozent) zur Folge hatte und sich auch im Zubehörgeschäft positiv auswirkte. Der Umsatz im Servicegeschäft stieg um 0,7 Prozent auf 28,0 Milliarden Euro. Der Durchschnittspreis einer Werkstattstunde lag mit 66,54 Euro 1,50 Euro höher als im Vorjahr. Dabei bestehe unverändert, je nach Lage und Marke, eine Bandbreite von 40 bis 110 Euro. Zu den Gewinnern des Servicemarktes 2008 zählten die freien Betriebe, sagte Rademacher. Sie konnten Marktanteilsgewinne zwischen 1,4 Prozent bei Verschleißreparaturen und zwei Prozent im Bereich Wartung realisieren. Die markengebundenen Unternehmen hingegen hätten zum Teil deutliche Einbußen hinnehmen müssen, beispielsweise ein Minus von 1,4 Millionen Aufträgen im Markt der Verschleißreparaturen.
- ZDK Umsatzanteile 2008 (150.5 KB, IMAGE/JPEG)
- ZDK: NW-, GW-Preise 2008 (167.8 KB, IMAGE/JPEG)
- ZDK: Entwicklung NW-Preise (30.4 KB, PDF)
- ZDK: Entwicklung GW-Preise (31.5 KB, PDF)
- ZDK: Entwicklung Werkstattauslastung (37.2 KB, PDF)