Die Diskussion um die Folgen der CO2-Belastung für das Weltklima hat dem Interesse an Hybridautos in Deutschland einen deutlichen Schub gegeben. 30,7 Prozent der Autofahrer bekundeten in diesem Frühjahr, sie würden beim nächsten Autokauf "bestimmt" bzw. "mit großer Wahrscheinlichkeit" ein Hybridfahrzeug erwerben. Vor Beginn der Klimadebatte im Herbst 2006 waren es noch 24,7 Prozent. Erhebliche Auswirkungen auf das Kaufinteresse würde ein staatlicher Anreiz haben: Zwei Drittel der ansonsten noch zurückhaltenden Autofahrer würde im Falle einer staatlichen Förderung ein Hybridfahrzeug erwerben. Unter diesen Umständen wären insgesamt knapp 70 Prozent der Autofahrer am Kauf eines Hybridfahrzeugs interessiert. "Würden tatsächlich gut 30 Prozent ein Hybridauto kaufen, gäbe das einen Markt von 510.000 Fahrzeugen. Das ist natürlich wenig realistisch. Aber allein die 4,1 Prozent der Autofahrer, die laut Umfrage bestimmt ein Hybridfahrzeug kaufen wollen, würden 70.000 Fahrzeuge jährlich bedeuten und damit zumindest eine Ausgangsbasis schaffen", sagte Karl-Thomas Neumann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Continental-Division Automotive Systems und Mitglied des Continental-Vorstands. Das Meinungsforschungsinstitut TNS/Infratest hatte Ende vergangenen Jahres und damit noch vor Beginn der aktuellen Diskussion um die CO2-Belastung 1.000 deutsche Autofahrer erstmals rund um das Thema Hybridantriebstechnologie befragt. Die zweite Welle folgte im Abstand von rund vier Monaten und damit nach Vorlage der ersten beiden Teile des Klimaschutzberichts der Vereinten Nationen in diesem Frühjahr. Nach den Ergebnissen beider Umfragen haben mehr als drei Viertel der Autofahrer von der Hybridtechnologie schon gehört, aber nur gut ein Drittel kann sie zumindest ansatzweise richtig beschreiben. (ab)
Studie: Klimadiskussion treibt Hybrid-Interesse an
Interesse am Kauf eines Hybridfahrzeugs ist seit Herbst um sechs Prozent gestiegen