Die Anzahl der Beschwerden von Werkstattkunden und Gebrauchtwagenkäufern bei Kfz-Schiedsstellen ist gegenüber dem Vorjahr auf 18.887 und damit um 2,16 Prozent leicht angestiegen. Axel Koblitz, Hauptgeschäftsführer des deutschen Kfz-Gewerbes, erklärte bei Vorlage der Bilanz, die Mehrzahl der Kundenaufträge werde aber nach wie vor ohne Beschwerden ausgeführt. Dies sei ein Zeichen für die hohe Qualität in den Werkstätten, so Koblitz weiter. Insgesamt wurden 1.177 Beanstandungen von den Schiedsstellen im Kfz-Handwerk entscheiden, davon wurden 435 mit einem Vergleich beendet, in 93 Fällen bekam der Kunde Recht, 375 Fälle wurden abgewiesen. Leicht erhöht hat sich die Anzahl der Beschwerden wegen der Rechnungshöhe: Bei 4.477 Anträgen war der Betrag auf der Rechnung Gegenstand der Beschwerde. Weitere Gründe waren: "Nicht in Auftrag gegebene Arbeiten" (2.195 Fälle), "unnötige Arbeiten" (1.411 Fälle) sowie "unsachgemäße Arbeit" (2.857 Fälle). Auch die Gebrauchtwagen-Schiedsstellen seien ihrem Auftrag als neutraler Schlichter gerecht geworden, so Koblitz: 4.083 Käufer hätten sich bei den Schiedsstellen beschwert, davon 1.741 wegen "technischer Mängel", 387 wegen "Unfallschaden", in 92 Fällen war eine vermeintlich "falsche Gesamtlaufleistung" Grund, die Schiedsstelle in den Streit mit einzubeziehen. (tc)
Schiedsstellen haben mehr Arbeit
Anzahl der Beschwerden zieht an