Sammelklage: Toyota muss weitere Dokumente ausliefern

31.05.2010 11:14 Uhr
Die US-Sammelklage bündelt rund 320 Einzelklagen von Autobesitzern, Unfallopfern, Aktionären und Händlern gegen Toyota.
© Foto: Sascha Schuermann/ ddp

Die fraglichen Unterlagen hatte der Autohersteller dem US-Parlament bereits ausgeliefert; die Toyota-Anwälte argumentierten jedoch, dass diese dem Gericht nicht weiterhelfen würden.

Der kalifornische Bundesrichter James Selna hat am Freitag verfügt, dass Toyota binnen 30 Tage weitere Dokumente für die US-Sammelklage zu den festklemmenden Gaspedalen bereitstellen muss. Die fraglichen Unterlagen hatte der japanische Autohersteller dem US-Parlament unter Strafandrohung bereits ausgeliefert; die Toyota-Anwälte argumentierten jedoch an der zweiten Anhörung zur Sammelklage, dass diese Dokumente dem Gericht nicht weiterhelfen würden, weil viele auf Japanisch seien - außerdem stünden einige unter besonderem rechtlichen Schutz. Selna jedoch gab den Klageanwälten Recht, die soviel Material wie möglich haben wollen, um ihre Klageschrift zu formulieren. Diese bündelt rund 320 Einzelklagen von Autobesitzern, Unfallopfern, Aktionären und Händlern, die sich nach dem millionenfachen Rückruf von potenziell fehlerhaften Fahrzeugen geschädigt fühlen. Innert 60 Tagen soll die Klage stehen. Im Zentrum des Verfahrens steht der Vorwurf an Toyota, den Rückruf der fehlerhaften Fahrzeuge in den USA zu spät veranlasst zu haben. Die festklemmenden Gaspedale, die dazu führten, dass Autos sich nicht stoppen ließen, sollen alleine in den USA zu 89 Verkehrstoten geführt haben. US-Verkehrsminister Ray LaHood hatte dem japanischen Hersteller vorgeworfen, schon im September 2009 von dem Defekt gewusst zu haben; der Rückruf der rund acht Millionen Fahrzeuge erfolgte jedoch erst im Januar 2010. (dpa)

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