Obwohl das Marktvolumen im Reifenersatzgeschäft im vergangenen Jahr stagnierte, konnten Reifenfachhandel und -handwerk ihren Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Die Wachstumsimpulse hätten dabei hauptsächlich aus dem Absatz von Pkw-Reifen resultiert, teilte der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) mit. Alle anderen Geschäftsfelder, mit Ausnahme von Reifen für Erdbewegungsmaschinen, hätten im Umsatz stagniert oder seien unter dem Vorjahresniveau geblieben. Der Anteil der Autohäuser und Kfz-Werkstätten am Pkw-Reifengeschäft habe mit 28 Prozent dem Vorjahresniveau entsprochen. Auch die übrigen Distributionskanäle hätten sich mit 56 Prozent im Reifenfachhandel, zwölf Prozent in Fachmärkten und zwei Prozent im Online-Vertrieb kaum verändert. Der Mengenabsatz des Vorjahres sei mit 47,4 Mio. vom Handel an Verbraucher gelieferten Pkw-Reifen um 0,8 Prozent leicht übertroffen worden. Erstmals seien in diesem Segment bundesweit mehr Winter- als Sommerreifen abgesetzt worden. Mit 24,3 Mio. Winterreifen habe der Fachhandel rund acht Prozent mehr Pneus als 2004 verkauft. Der Absatz der Sommerreifen hingegen sei um rund sechs Prozent auf 23,2 Mio. gesunken. Bezogen auf den Gesamtbestand an Fahrzeugen sei die Umrüstquote auf Winterreifen im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 53,7 Prozent gestiegen. Ein Zuwachs sei auch beim Absatz von Runflat-Reifen zu verzeichnen gewesen. Sie hätten um 1,5 Prozent auf 708.000 Stück zugelegt. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2006 fällt eher verhalten optimistisch aus. Konkret erwartet der BRV ein geringes Zuwachspotenzial von etwa einem Prozent im Pkw-Reifenersatzgeschäft. (ab)
Reifenhandel mit leichtem Umsatzplus
Prognose für 2006: geringes Zuwachspotenzial im Pkw-Ersatzgeschäft