GVA-Jahrestagung: Krise ist kein Thema

22.10.2009 09:55 Uhr
Michael Fuchs, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, kam nicht mit leeren Händen zum GVA.
© Foto: GVA

Gute Stimmung herrschte in Hannover: Trotz Krise laufen die Geschäfte der Mitglieder nicht schlecht, zumindest bei denen, die im Bereich Pkw unterwegs sind. Beim Dauerthema Designschutz setzt der Verband auf die Unterstützung der frisch gebackenen Regierungspartei FDP.

Auch in diesem Herbst hat der Gesamtverband Autoteilehandel (GVA) seine Mitglieder nach Hannover gerufen, um über die Aktivitäten des Verbands zu informieren und im nachfolgenden Kongress Zukunftsthemen anzustoßen. Das Fazit der diesjährigen Veranstaltung: Den GVA-Mitgliedern geht es nicht schlecht, zumindest denen, die im Bereich Pkw unterwegs sind. Handels- und Industriekollegen mit Schwerpunkt Lkw hätten hingegen Einbrüche in Größenordnungen von 50 Prozent und mehr zu verkraften. "Dass unsere Mitglieder solche Einbrüche überhaupt überstehen können, zeigt, wie stark die Betriebe sind", verdeutlichte GVA-Präsident Hartmut Röhl. Dennoch kann sich die geschäftliche Entwicklung 2009 im Teilehandel sehen lassen. Laut Hartmut Röhl verzeichneten rund 40 Prozent der GVA-Handelsmitglieder zum Ende des dritten Quartals ein deutliches Wachstum gegenüber Vorjahr. Auch rund 40 Prozent der Industriemitglieder konnten bis zu diesem Zeitpunkt Zuwächse verbuchen. Röhl hofft für die GVA-Mitglieder nach der Bundestagswahl vor allem auf bessere politische Rahmenbedingungen durch die künftige schwarz-gelbe Regierung. Beim seit 1990 in Brüssel diskutierten Thema Designschutz setzt der Verband auf die Unterstützung der FDP, die sich mehrfach deutlich für eine Reparaturklausel ausgesprochen hatte. Eine solche Klausel, die klassische Reparaturteile von der Möglichkeit zur Designschutzanmeldung ausnehmen würde, fordert der GVA seit Jahren. "Wir sind zuversichtlich, dass die FDP auch in der Regierungsverantwortung zu ihren Zusagen aus Oppositionstagen stehen wird", so Hartmut Röhl. Sollte Deutschland seine bisherige Blockade einer Reparaturklausel aufgeben, bestehen gute Chancen das Thema 2010 unter der EU-Ratspräsidentschaft von Spanien oder Belgien endlich abzuschließen. Einen kleinen Einblick in die aktuellen Koalitionsverhandlungen und einen Ausblick auf die politischen Projekte der neuen Regierung gab das Bundestagsmitglied Michael Fuchs, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er kam nicht mit leeren Händen zum GVA und versprach, dass sich die neue Regierung u.a. den Themen Unternehmenssteuerreform, Erbschaftssteuer und Senkung der Lohnzusatzkosten annehmen werde. Bevor er wieder zu den Koalitionsverhandlungen nach Berlin eilte, versprach Fuchs außerdem seine Unterstützung für das Thema Reparaturklausel. In der asp 11, die am 20. November erscheint, berichten wir ausführlich über den GVA-Kongress. (fs)

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