Betriebsinhaber, die über ihre Strategie bei Geldanlagen nachdenken, sollten sehr sorgfältig überlegen, ob sie die derzeit längerfristigen Angebote der Banken annehmen. Auf den ersten Blick erscheint es zwar verlockend, aktuellen Tages- oder Termingeldangeboten von zum Teil weniger als einem Prozent mit Jahresangeboten von rund zwei Prozent ein Schnippchen zu schlagen. Aber eben nur auf den ersten Blick: je nach Angebot ist der Anleger nämlich an den längeren Anlagezeitraum gebunden und kann, wenn überhaupt, nur mit Verlusten vorzeitig wieder aussteigen. Steigen die Zinsen während dieses relativ langen Anlagezeitraumes dagegen, gibt es grundsätzlich keinen Zinsaufschlag, der Anleger muss sich vielmehr mit dem ursprünglich fest vereinbarten Zinssatz zufrieden geben. Da derzeit wieder vor der Inflationsgefahr mit einhergehenden höheren Zinsen gewarnt wird, sollte folgende Strategie geprüft werden: Vergleich kurzfristiger Geldanlagen bis zu etwa drei Monaten mit der damit verbundenen Flexibilität, bei anziehenden Guthabenzinsen ebenso kurzfristig problemlos umzusteigen. Auch bei diesen Anlagezeiträumen sind Zinssätze von etwa zwei Prozent nämlich nach wie vor durchaus möglich. Wichtig ist bei jeder Anlageform naturgemäß die möglichst vollständige Einlagensicherung. (Michael Vetter)
Finanztipp: Vorsicht vor langfristigen Geldanlagen
Beim Blick auf das gegenwärtige Zinsniveau erscheinen längerer Anlageintervalle verlockend. Doch können Schwankungen der Zinssätze nicht vorhergesagt werden. Der Vorteil kurzfristiger Anlagen liegt in der Flexibilität, bei anziehenden Guthabenzinsen problemlos umzusteigen.