Mann + Hummel hat den Einstieg in den Markt der keramischen Dieselpartikelfilter angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilte, setzt man dabei auf ein völlig neues Konzept. Anstelle der aktuell gängigen Werkstoffe Cordierit und Siliciumcarbid werde der neue Partikelfilter aus dem Keramikwerkstoff Aluminiumtitanat bestehen, eine Oxidverbindung aus Aluminium und Titan. Diese habe eine höhere Temperaturbeständigkeit und dehne sich im Betrieb deutlich weniger aus. Gegenüber den bisher am Markt verfügbaren Dieselpartikelfiltern werde das künftige Produkt eine verbesserte Speicherkapazität für Rußpartikel aufweisen, kündigte Mann + Hummel an. Wegen des geringeren Abgasgegendrucks könnten weiterhin die CO2-Emissionen gesenkt werden, hieß es weiter. Außerdem soll die Neuentwicklung den Konstrukteuren größere Freiheiten in Sachen Bauraum und Design einräumen. Ende 2009 soll auf einer Pilotanlage in Ludwigsburg die Produktion mit rund 60.000 Filtern pro Jahr beginnen. Eine Großserienanlage ist für 2012 geplant. Zunächst ist der Einsatz des Filters in der Erstausrüstung angedacht. Zu einem späteren, noch nicht genau definierten Zeitpunkt, sollen auch Nachrüstlösungen auf den Markt kommen, erfuhr asp-Online auf der IAA in Frankfurt. Mann + Hummel greift bei der Produktion nach eigenen Angaben auf Erfahrungen mit Kompaktluftfilterelementen zurück. So dient eine abgewandelte Form des Kompaktluftfilters aus Papier als Träger für den neuen Dieselpartikelfilter. In der Produktion werde dann die neuartige CCP-Technologie (Ceramic Coated Paper) angewendet. Dabei wird der Träger aus Papier in eine Keramiksuspension eingetaucht, die die Papierfasern vollständig umschließt. Anschließend wird das Papier ausgebrannt. (ng)
Einstieg: Mann + Hummel produziert Partikelfilter
Mit verbesserter Speicherkapazität bei kleinerem Bauraum will der Ludwigsburger Filterspezialist überzeugen. Möglich werde dies durch den Einsatz des Keramikwerkstoffs Aluminiumtitanat und Anleihen bei der Luftfilterproduktion.