Die Handwerker in Deutschland fühlen sich durch geplante Verschärfungen von Umweltzonen 2010 in manchen Städten benachteiligt. "Eine Spirale von immer weitergehenden Fahrverboten muss verhindert werden", verlangte der Zentralverband des Deutschen Handwerks am Dienstag in Berlin. Die neuen Regelungen stellten viele Betriebe gerade in der aktuellen Krise vor erhebliche zusätzliche Belastungen, erklärte der ZDH. So dürften in Berlin und Hannover von Januar an erstmals nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette in die Innenstädte fahren. In Bremen und Münster bekämen künftig nur noch Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette freie Fahrt. Außerdem würden Umweltzonen über die bereits bestehenden 40 hinaus auch in anderen Städten wie Freiburg und Heidelberg eingerichtet. "Zudem treten ab 2010 neue europäische Grenzwerte für die Stickoxidbelastung in den Städten in Kraft", so der Verband. Das Ausmaß dieser Regelung auf die Handwerksbetriebe sei bislang kaum abzuschätzen. Der "Flickenteppich" von unterschiedlichen Detailregelungen müsse zügig vereinheitlicht werden, forderte der ZDH. Positiv sei, dass die Bundesregierung jetzt beschlossen habe, von 2010 an auch die Nachrüstung von Diesel-Kleintransportern zu fördern, die die Einfahrt in Umweltzonen oft erst möglich macht. (dpa)
Einfahrverbote: Handwerk kritisiert Verschärfung von Umweltzonen
Die Einführung weiterer Umweltzonen und die Verschärfung der Regeln bei bestehenden sind dem ZDH ein Dorn im Auge. Handwerker würden dadurch benachteiligt.