DaimlerChrysler verwirklicht "Car-2-X Communication"

04.12.2006 04:33 Uhr
Künftig können Autofahrer schon frühzeitig vor Gefahren - wie Nebel, Glatteis oder Straßenhindernisse - gewarnt werden.
© Foto: DaimlerChrysler

Warnmeldungen können an Fahrzeuge im Umkreis von 500 Metern weitergegeben werden

Autofahrer können Gefahren künftig bereits erkennen, wenn sich die Gefahrenstelle noch außer Sichtweite befindet. Das hat DaimlerChrysler jetzt in einem Praxisversuch nachgewiesen, der zum Abschluss des europäischen Forschungsprojekts "Will Warn" (Wireless Local Danger Warning) stattfand. Dabei nutzten laut Mercedes-Mitteilung fünf mit Funktechnik auf WLAN-Basis ausgerüstete Fahrzeuge die "Car-2-X Communication" und meldeten kritische Situationen – wie Nebel, Glatteis oder Straßenhindernisse – per Funk an nachfolgende Autos. Deren Fahrer hätten sich so frühzeitig auf die Gefahren einstellen und ihre Geschwindigkeit anpassen können. Zur Erfassung kritischer Situationen seien ABS, ESP, Lenkwinkel-Sensoren, Außenthermometer und das Navigationssystem ausreichend. Bereits vor sechs Jahren hatte DaimlerChrysler im Rahmen des Forschungsprojekts "FleetNet" diese Technik erprobt. Mit ihr wurde demonstriert, dass die WLAN-Technik auch bei der Kommunikation von Fahrzeugen untereinander funktioniert. Die Autos fungieren dabei selbst als Sender und Empfänger, bauen ein spontanes Funknetzwerk auf und übermitteln Warnmeldungen an alle Fahrzeuge im Umkreis von etwa 500 Metern. Für Autos außerhalb der Funkreichweite dienen sie als Vermittler und geben die Warnung wie einen Staffelstab an diese weiter. Die Grundlagen aus dem "FleetNet"-Projekt brachte DaimlerChrysler in das nachfolgende deutsche Kooperationsprojekt "NOW" (Network On Wheels) und in "Will Warn" ein. Ziel war es laut dem Unternehmen, die Technologie gemeinsam mit Partnern aus Zulieferer- und Elektronikindustrie weiter zu entwickeln und zu standardisieren sowie die dafür notwendigen Frequenzen zuweisen zu lassen. Damit die ersten mit Warnsystem ausgerüsteten Fahrzeuge einen sofortigen Nutzen haben, sei eine Unterstützung über Funk-Baken am Straßenrand sinnvoll. Über solche stationären Funkknoten könnten zudem Verkehrszentralen mit zusätzlichen Informationen versorgt werden. Aber auch ein direkter Kontakt mit dem Internet sei möglich. Somit könne das neue Funknetz auch dazu beitragen, den Verkehrsfluss zu optimieren. (ab)

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