Der Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK) warnt vor einer neuen Betrugspraktik mit höher ausgestellten Schecks beim Fahrzeugkauf. Derzeit suche eine international agierende Bande in Fachzeitschriften oder im Internet nach Angeboten für "in den Regel recht gewöhnliche und eher wenig gefragte Autos in der Preisklasse zwischen 10.000 und 20.000 Euro", hieß es in einer Verbandsmitteilung. Die Betrüger nehmen dann telefonisch Kontakt mit dem anbietenden Autohaus auf und geben sich als englische Firma aus. Den Angaben zufolge wird als Bezahlung ein Scheck angeboten, der vorab per Post verschickt wird. Der Scheckbetrag ist dabei um Einiges höher, als der im Inserat angegebene Kaufpreis des Fahrzeugs. Der Differenzbetrag soll sich aus einem zuvor geplatzten Geschäft mit einem teureren Auto ergeben und für den späteren Transport nach Afrika oder in die USA vom Verkäufer an den Abholer ausgezahlt werden. Später, wenn die Fahrzeuge abgeholt sind, platzen die bereits gutgeschriebenen Schecks bei der Bank. Oft reiche es den Betrügern auch, nur den Differenzbetrag zwischen 4.000 und 6.000 Euro zu kassieren. Der BVfK bittet auf folgende Indizien zu achten: Die Interessenten geben häufig nur eine Handynummer an. Zudem kommen die Schecks von ausländischen Banken. Sobald diese eingegangen sind, wird zunehmend Druck auf die Händler ausgeübt mit Formulierungen wie "...da heiratete ein Prinz, der das Auto braucht" oder "...das Transportschiff läuft einen Tag früher aus". Der Verband empfiehlt deshalb, sich bei einer derartigen Geschäftsanbahnung schnellstmöglich an die nächstliegende Polizeidienststelle oder an den BVfK in Bonn zu wenden. (rp)
BVfK: Neue Betrugsmasche beim Autokauf
International agierende Bande stellt ungedeckte Schecks aus, deren Betrag deutlich höher ist als der Kaufpreis des Fahrzeugs