Bilanz: Tankstellensterben geht weiter

08.07.2008 12:39 Uhr
Die Zahl der Autogas-Tankstellen wächst.
© Foto: DVFG

Anfang 2008 wurden 14.902 Stationen gezählt, 130 weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Autogas- und Erdgastankstellen stieg in Deutschland dagegen weiter an. Diese Kraftstoffe werden vom Taxi-Verband inzwischen bevorzugt.

Die Zahl der Tankstellen in Deutschland ist 2007 weiter leicht gesunken. Bis Anfang 2008 schrumpfte die Zahl der Stationen bundesweit um rund 130 auf 14.902 einschließlich 375 Autobahntankstellen, teilte der Bundesverband Tankstellen in Minden am Montag mit. Im Jahr 2000 waren es noch gut 16.000. Marktführer beim Absatz blieben Shell und die zum BP-Konzern gehörende Aral mit Marktanteilen von jeweils 23 Prozent. Es folgen Jet und BFT mit jeweils 9,5 Prozent sowie Esso und Total mit je 8,5 Prozent. Der Benzinabsatz sank 2007 um 4,2 Prozent auf 21,6 Millionen Tonnen. Bei Diesel gab es einen Anstieg um 0,3 Prozent auf 29,2 Millionen Tonnen. Bei drastisch gestiegenen Benzinpreisen tanken die Kunden nach Angaben des Verbands immer häufiger für nur 20 Euro. Unterdessen stieg 2007 die Zahl der Autogas- und Erdgastankstellen in Deutschland weiter an. Anfang 2008 habe die Zahl der Autogastankstellen bei 3.200 gelegen, das seien rund 55 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Erdgastankstellen stieg um gut 70 Stationen auf insgesamt etwa 800. "Diesel hat keine Zukunft mehr" Unterdessen hat die Taxi-Vereinigung Frankfurt angekündigt, dass Diesel-Treibstoff bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen keine große Zukunft mehr hat. In einer Vergleichsrechnung für die gängigsten Modelle hätten sich für die Erdgasvarianten selbst bei einem Kilogramm-Preis von 1,40 Euro deutliche Kostenvorteile ergeben. Auch mit Autogas könnten Taxibesitzer ihre Wagen noch deutlich wirtschaftlicher betreiben. Gering falle hingegen die Ersparnis beim Einsatz von Bio-Diesel aus. Parallel versucht der Taxi-Verband BZP, beim Bundesverkehrsministerium Steuerrückzahlungen für Taxis zu erreichen. Es sei nicht verständlich, warum Land- und Forstwirtschaftsbetriebe von der Mineralölsteuer befreit seien, während Taxis als Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs die vollen Steuern zahlen müssten. (dpa)

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