Vier von fünf Autoherstellern wollen ihre Kunden noch stärker an die eigenen Vertragswerkstätten zu binden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Mummert und Partner Unternehmensberatung, des F.A.Z.-Instituts und des Manager Magazins. Telefonisch befragt wurden 50 Topmanager bei 40 Versicherungen und zehn Autoherstellern. Um ihr Ziel zu erreichen, setzen die Hersteller auf Technisierung und zusätzliche Service- und Garantieleistungen. Das dürfte auf Kosten der freien Werkstätten gehen. Nach neun von zehn Autoherstellern sollen eingebaute Telematik- beziehungsweise Navigationssystem im Falle eines Unfalles einen Notruf senden, der bei einer Vertragswerkstatt landet, die dann umgehend Hilfe organisiert. Oder der Neuwagen soll bereits technisch so ausgerüstet sein, dass nur die Vertragswerkstatt ihn warten kann. Als zusätzliche Kundenbindungsmöglichkeiten nennen die Autohersteller erweiterte Garantieleistungen (80 Prozent), All-inclusive-Leasingpakete (70 Prozent) oder die vertragliche Bindung an eigene Werkstätten in herstellereigenen Kfz-Policen (50 Prozent). (mh)
Automobilhersteller wollen Reparaturgeschäft allein bestreiten
Studie: Technisierung und zusätzliche Serviceleistungen gehen auf Kosten der freien Werkstätten