Das Kfz-Gewerbe ist nach wie vor eine der größten Ausbildungsbranchen in Deutschland, wie der ZDK vermeldete. So wurden im Ausbildungsjahr 2008/09 bundesweit fast 29.000 Lehrlingsstellen neu besetzt (ein Rückgang gegenüber 2007 um 1.000 Stellen). Zum Stichtag 31. Dezember 2008 befanden sich insgesamt 89.122 junge Frauen und Männer in der technischen (72.373) oder kaufmännischen (16.749) Berufsausbildung. Gegenüber dem Vorjahr (2007: 93.204) ging die Gesamtzahl um 4,4 Prozent zurück, teilte ein Sprecher des ZDK in Bonn mit. Als Gründe für den Rückgang gab der Verband die demografische Entwicklung an. Schon heute fänden viele Ausbildungsbetriebe keinen geeigneten Nachwuchs mehr. Erschwert würde die Situation dadurch, dass die Qualifikation vieler Schulabgänger nicht den Anforderungen an die anspruchsvollen Ausbildungsberufe entspräche, hieß es in einer Mitteilung. Positiv sei die Tatsache, dass das Bemühen um den weiblichen Nachwuchs besonders in den technischen Berufen langsam aber stetig zum Erfolg führe, wie der ZDK feststellte. So stieg die Zahl der jungen Frauen in den Ausbildungsberufen Kfz-Mechatronikerin, Kfz-Servicemechanikerin und Mechanikerin für Karosserieinstandhaltungstechnik um 4,8 Prozent auf 1.539. Dieser Anstieg sei auch ein Erfolg der Aktion "Girls ans Auto" und des jährlichen "Girls Day" im April, an dem sich die Kfz-Betriebe dem weiblichen Nachwuchs öffnen und Einblicke in die technische Berufswelt geben. Welch hohen Stellenwert das Thema Nachwuchsförderung für das Kraftfahrzeuggewerbe hat, zeigte der 7. Bundes-Berufsbildungs-Kongress, der am 15. und 16. Mai 2009 in Bad Wildungen unter dem Motto "Zukunft sichern - Nachwuchs fördern" tagte. Dort informierten sich Ausbilder aus Servicebetrieben und überbetrieblichen Bildungsstätten, Vertreter der Landesverbände und Innungen, Berufsschullehrer und Auszubildende aus dem technischen und kaufmännischen Bereich über die aktuelle Situation und die Herausforderungen der Berufsausbildung im Kfz-Gewerbe. (msh)
Ausbildung: Nachwuchsmangel befürchtet
Die Kfz-Ausbildung hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Durch die demographische Entwicklung befürchtet der ZDK einen Nachwuchsmangel. Positiv sei aber eine steigende Frauenquote in den technischen Berufen – für den Verband ein Erfolg der Aktion "Girls Day".