Die Umsätze der stark exportorientierten Werkstattausrüstungsbranche haben sich in den vergangenen Monaten stabilisiert. Dies erklärte der Präsident des Bundesverbandes der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen (ASA), Klaus Burger, am Dienstag auf dem Jahres-Pressegespräch im hessischen Mühlheim-Lämmerspiel. Inzwischen seien auch leichte Zuwächse zu erkennen, wobei noch bei weitem nicht das Umsatzniveau der Vorjahre erreicht sei, so Burger. Als krisenfest behaupteten sich laut Burger die Anbieter von Diagnosegeräten und Fahrwerksvermessungssystemen. Die Lage bei den Hebetechnik-Herstellern sei dagegen sehr angespannt. Vor allem die europäischen Märkte hätten sich als problemtisch erwiesen, insbesondere der britische Markt, welcher von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders stark getroffen wurde. Auch Exporte nach Russland und angrenzende Staaten gingen zurück, während sich zum Beispiel die Märkte Asien und Südamerika, und hier vor allem Brasilien erfreulich zeigten. Zum wiederholten Mal wies Burger auf die mangelnde Unterstützung des Mittelstandes durch den Staat hin. So habe zwar die Ausdehnung des Kurzarbeitergeldes von sechs auf 24 Monate einen größeren Personalabbau verhindern können, doch sei es für die Branche weiterhin schwer erforderliche Finanzmittel zu erhalten. Im fachlichen Teil der Veranstaltung skizzierte Uwe Henn, Vorsitzender des Arbeitskreises (AK) Hebetechnik, über die neue Maschinenrichtlinie, die zum 29. Dezember in Kraft tritt. Hier müssen die Hebetechnik-Hersteller neue europäische Sicherheitsrichtlinien für ihre Produkte beachten. Schon jetzt steht außerdem fest, dass sich bereits ein Jahr später weitere Änderungen ergeben, welche zum Beispiel höhere Sicherheiten bei der Berechnung der Traglasten der Hebebühnen beinhalte, so Henn. Harald Hahn, Vorsitzender des AK Diagnose wies in seinem Vortrag auf die bevorstehenden Änderungen bei der AU hin, welche sie Zusammenlegung der AU mit der HU, den Entfall der AU-Plakette am vorderen Kennzeichen sowie das Auslaufen der Zulassung für AU-Geräte nach Leitfaden 1 und 2 vorsieht (wir berichteten). Außerdem gab Hahn einen Ausblick auf die mögliche Weiterentwicklung der AU, welche die Einführung verfeinerter Opazimeter und die NOx-Bewertung bei Pkw enthalten könne. Im zweiten Teil seiner Ausführungen beschrieb Hahn den aktuellen Stand in Sachen Euro 5. Zwar ist diese Norm seit einigen Wochen in Kraft, doch wie die Weitergabe technischer Daten von den Automobilherstellern an den freien Reparaturmarkt darstellen wird, ist gegenwärtig noch ungeklärt. Ratgeber und Informationsschriften zur Arbeitssicherheit Über die kürzlich abgeschlossene Branchenvereinbarung zwischen dem ASA-Verband und dem Fachausschuss Metall und Oberflächenbehandlung Fahrzeuginstandhaltung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung berichtete abschließend Karsten Meinshausen, Vorsitzender des AK Abgasabsauganlagen. Konkretes Ziel sei es, den Werkstätten für bestimmte Themenfelder Ratgeber und Informationsschriften zur Arbeitssicherheit an die Hand zu geben. So werde bereits an einem Ratgeber zu allen Aspekten der Abgasabsauganlagen gearbeitet, so Meinshausen. (re)
ASA-Pressegespräch: Lage der Werkstattausrüster stabilisiert sich
Die Mitglieder des Branchenverbandes blicken wieder etwas optimistischer in die Zukunft, auch wenn das Umsatzniveau der Vorjahre bei weitem noch nicht erreicht ist. Als krisenfest behaupten sich die Anbieter von Diagnosegeräten und Fahrwerksvermessungssystemen.