Montag, 21.10.2019
Verkehrsblatt IVW
05.06.2019

¬ Energiewirtschaft

Ladestationen-Netz schneller ausbauen

Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur gilt als wesentliche Voraussetzung dafür, dass E-Autos den Marktdurchbruch schaffen.
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zum Themenspecial Elektromobilität

Der Energieverband BDEW hat die Politik zu mehr Tempo beim Ausbau von Ladestationen für Elektroautos aufgefordert. Bund und Länder sollten endlich die Voraussetzungen schaffen, damit im privaten Bereich Elektroautos besser geladen werden könnten, sagte Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), am Mittwoch bei einem Kongress in Berlin.

Kapferer mahnte vor allem zügige Änderungen im Miet- und Wohneigentumsrecht an. Bisher könne in einer Wohnungseigentümergemeinschaft ein Eigentümer nur dann eine Ladesäule aufstellen, wenn alle anderen Eigentümer dieser Gemeinschaft einwilligten. Zudem könne in einer Mietimmobilie der Vermieter den Bau einer Ladesäule verweigern. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur gilt als wesentliche Voraussetzung dafür, dass E-Autos den Marktdurchbruch schaffen.

Der BDEW-Hauptgeschäftsführer sagte außerdem, die Energiewirtschaft habe in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht beim Klimaschutz und Treibhausgasemissionen deutlich gesenkt - auch weil Kraftwerke bereits stillgelegt wurden. "Wir stehen zu unserer Verantwortung", sagte Kapferer . Es gebe riesige Potenziale für die Energiewirtschaft beim Umbau hin zu einer möglichst klimaneutralen Gesellschaft. "Das Wachstum von morgen ist grünes Wachstum.

Kapferer war auch Mitglied der Kohlekommission, die einen schrittweisen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung bis 2038 beschlossen hatte. Die Politik will dies nun umsetzen. Alleine für Strukturhilfen in den Kohleregionen sind 40 Milliarden Euro eingeplant. Dagegen gibt es Widerstand in der Unionsfraktion. Kapferer sagte, dieselben Abgeordneten hätten dem milliardenschweren Baukindergeld zugestimmt.

CO2-Bepreisung im Wärmemarkt und Verkehrsbereich gefordert

Kapferer sprach sich außerdem für eine CO2-Bepreisung im Wärmemarkt und Verkehrsbereich aus. Es sei ein Treppenwitz, dass es nach wir vor am günstigen sei, in deutschen Wohnungen mit Heizöl zu heizen. (dpa)

 
 

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