Samstag, 24.08.2019
Verkehrsblatt IVW
11.06.2019

¬ ASA-News

Gut vorbereitet

Abgasuntersuchung

AU-Geräte müssen seit dem 1. Januar 2019 rückgeführt kalibriert werden.
© Foto: ASA/MAHA

Neben Bremsenprüfständen und Scheinwerfer­einstellgeräten/-plätzen, die bereits zum 1.1.2018 rückgeführt kalibriert werden mussten, sind die AU-Geräte gemäß Verkehrsblatt 14/2016 Nr. 115 eine weitere Messgerätegruppe, die ab 1.1.2019 rückgeführt zu kalibrieren ist. Aufgrund nicht ausreichend zur Verfügung stehender ­Kalibrierkapazitäten zum 1.1.2019 wurden von den Ländern Übergangsregelungen geschaffen. Die sind leider nicht ­bundeseinheitlich. Einige Bundesländer haben sich auf gemeinsame Übergangs­regelungen verständigen können, einzelne Bundesländer haben eigenständige Regelungen geschaffen. (Eine Übersicht auf ­­der ASA-Homepage beinhaltet alle Übergangsregelungen der Länder: https://asa-verband.de/asa-verband.de/abgasmessgeraete-ab-2019).

In der Projektgruppe "Erfahrungsaustausch Überwachungsorganisationen" hat der ASA-Bundesverband den Auftrag ­erhalten, für alle akkreditierten Kali­brierlabore (auch diejenigen, die nicht im Verband organisiert sind) monatlich die Zahl der kalibrierten Komponenten zu erheben. Vier Monate nach Einführung der Kalibrierpflicht konstatierten der ASA-Verband und seine im Verband organisierten Kalibrierdienstleister eine gute Umsetzungsquote. "Alle Beteiligten ­haben sich auf diese Situation sehr gut vorbereitet", sagte Harald Hahn, ASA-­Vizepräsident und Leiter des Fachbereichs Diagnose- und Abgasmessgeräte. Nach den aktuellen Zahlen waren bis Ende April bereits ­circa 15.000 AU-Komponenten erfolgreich ­kalibriert. Bei circa 90.000 im Feld installierten AU-Komponenten sind das knapp 17 Prozent. "Es zeigt sich auch hier, dass das sogenannte Bevollmächtigten-Konzept wesentlich dazu beiträgt, dass die hohen Stückzahlen an Kalibrierungen in so kurzer Zeit erfüllt werden konnten", betont Hahn. Zudem sei davon auszugehen, dass die verfügbaren Kapazitäten auch den ab Jahresmitte zu erwartenden weiteren Anstieg an Kalibrierungen bewältigen können.

Partikel zählen ab 1.1.2021

Die nächste Ausbaustufe zur Umsetzung der AU-Richtlinie vom Oktober 2017 steht bevor. Zum 1.1.2021 muss für bestimmte Dieselfahrzeuge die Anzahl der Partikel im Endrohr gemessen werden. Messtechnik dazu existiert bereits bzw. wird aktuell speziell für PTI-Anwendungen (Periodical technical inspection) ­entwickelt. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig, die dem Bundeswirtschaftsministerium untersteht, hat den Auftrag, zusammen mit den ­Geräteherstellern eine technische Spezifikation zu erarbeiten. Das Verkehrsministerium muss hierfür noch die genaue Prüfprozedur sowie die anzuwendenden Grenzwerte festlegen. Hierzu wurde die BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) beauftragt. Diese hat ein Projekt Monitoring ausgeschrieben, das VdTÜV/Dekra gewonnen haben. Der ASA-Bundesverband ist als Unterauftragnehmer direkt am Projekt beteiligt und liefert die entsprechenden Geräte. An ca. 450 Pkw und 50 Nkw soll nachgewiesen werden, dass die von der BASt vorgeschlagene Prüfprozedur anwendbar ist. Aus den Ergebnissen des Monitoring-Projektes will man außerdem einen Vorschlag zu einem möglichen Partikelgrenzwert für die AU ermitteln. Das Monitoring-Projekt soll im Juni starten und in einem Zeitraum von sechs ­Monaten durchgeführt werden. (asp)


Die ASA-News sind regelmäßig erscheinende Mitteilungen des ASA-Verbands (Bundesverband der Hersteller und Importeure von Automobil-Service Ausrüstungen e. V.).

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: ASA/MAHA)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Es darf auch mal ein Ferrari sein

Für das Opfer eines Verkehrsunfalls gilt eine Schadensminderungspflicht. Vor allem bei den Kosten für einen Ersatzwagen sorgt diese immer wieder für Streit vor Gericht. ¬ mehr

Spaßmobil geht in Serie

Auf dem Autosalon in Genf war der ID.Buggy von VW noch als Studie zu bestaunen. Inzwischen sind die Würfel gefallen. Das elektrisch angetriebene Spaßmobil wird spätestens in zwei Jahren in Serie gehen - und fährt schon jetzt prima. ¬ mehr

23.08.2019

¬ Datenqualität

KYB Europe Screen Homepage

KYB nimmt an TecAlliance-Pilotprojekt teil

Als einziger Stoßdämpferhersteller nimmt KYB Europe an einem Pilotprojekt von TecAlliance teil, um Daten für Kunden schneller als bisher bereitstellen zu können. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Frage der Woche


Beliebteste Inhalte

  • 20.08.2019 | Autoindustrie

    DUH wirft verfehlte Modellpolitik vor

    Peter Zimmer meint: Hallo,da haben wir den Salat, jetzt muddelt die DHU mit und das gibt wieder Ärger.Wo bleibt das E A...mehr

  • 30.07.2019 | AU-Geräte-Kalibrierung

    Wichtige Fragen und Antworten

    Franko meint: Genau mein Humor, anstatt bei den Herstellern genauer hin zu schauen und diese zur Rechenschaft zu z...mehr

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Betriebssicherheit

Mitarbeiteranweisungen

Mitarbeiteranweisungen

Schnell vermitteltes Wissen zu wesentlichen Gefahrenquellen in der Werkstatt. ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Springer Automotive Shop

Entdecken Sie Quirin!

In der Neuerscheinung "Die Quirin-Formel" zeigt Ihnen Dr. Andreas Block, welche zentralen Bausteine erfolgreiche Autohäuser gemein haben. ¬ Jetzt bestellen!