Donnerstag, 22.08.2019
Verkehrsblatt IVW
ASA-Verband

Gesetze sorgen für Investitionen

Gesetze sorgen für Investitionen
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© AUTO SERVICE PRAXIS

Beim traditionellen Pressegespräch stellte der ASA-Verband aktuelle Absatzzahlen für 2018 vor. Gewinner waren die Bereiche Abgasmessung, Bremsprüfstände und Scheinwerfereinstellprüfgeräte.

Wir haben letztes Jahr gesagt, wir erwarten ein gutes Jahr 2018, aber es wurde sogar ein sehr gutes Jahr 2018", sagte ASA-Präsident Frank Beaujean in Frankfurt. Angetrieben durch gesetzliche Vorgaben wie die HU-Bremsrichtlinie von 2011, die Wiedereinführung der Abgasmessung am Endrohr oder die HU-Scheinwerferprüfrichtlinie sind die Absatzzahlen vor allem bei Bremsprüfständen, Abgasmesssystemen und Scheinwerfereinstellprüfgeräten gestiegen. In einigen Produktgruppen seien Zahlen erreicht worden, die man sich vor ein paar Jahren so nicht hätte vorstellen können, erklärte Beaujean und nannte beispielhaft die Anzahl von 10.000 verkauften Scheinwerfereinstellprüfgeräten deutschlandweit in 2018. Aber auch der Bereich Klimaservice blieb auf einem hohen Niveau und es gab keinen Einbruch bei Klimaservicegeräten für das Kältemittel R134a. Dennoch sei das Budget der Betriebe natürlich endlich, daher seien Investitionen in anderen Bereichen wie Montieren oder Wuchten zurückgestellt worden.

Automechanika bleibt Leitmesse

Die Automechanika sei für den ASA-Verband und seine Mitgliedsfirmen ein voller Erfolg gewesen. Frank Beaujean: "Die Qualität der Besucher war nach Angaben unserer Mitglieder herausragend. Sehr interessiertes, gut informiertes Publikum führte gehaltvolle Gespräche, die nicht selten in konkreten Geschäftsabschlüssen mündeten." Die Automechanika habe sich damit, trotz manch kritischer Stimme im Vorfeld, wieder als Leitmesse für die Branche bestätigt. "Besonders stolz sind wir darauf, dass drei unserer Mitglieder einen Innovation Award gewonnen haben", sagte der ASA-Präsident.

Dennoch, ein kleiner Wermutstropfen bleibt: die co-located Show "Reifen", an der sich auch der ASA-Verband mit einer Sonderschau zum Thema vernetzte Reifenwerkstatt beteiligt hatte, blieb hinter den Erwartungen zurück.

Optimistischer Ausblick

Für das Jahr 2019 erwartet der ASA-Verband weiteres Wachstum, vor allem durch Investitionen in Abgasmessgeräte für Euro 6/IV-Fahrzeuge. Denn ab 1.1.2019 gelten neue Grenzwerte sowie neue Genauigkeitsanforderungen für die Geräte. Insgesamt seien knapp 50.000 Abgasmessgeräte im Markt, erklärte Harald Hahn, Leiter des Fachbereichs Diagnoseund Abgasmessgeräte. "Davon entspricht nach unseren Kenntnissen circa ein Drittel der geforderten Genauigkeitsklasse 0. Etwa 45 Prozent wurden als Klasse 1 Geräte in Verkehr gebracht und sind auf Klasse 0 umrüstbar. 25 Prozent sind nicht umrüstbare Klasse 1 Geräte", so Hahn weiter. Der Vizepräsident wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Geräte mit Genauigkeitsklasse 1 auch nach dem 1.1.2019 eingeschränkt weiter verwendet werden dürfen, allerdings nur mit einer Leitfaden 5 Revision 01 Software zur AU-Prüfung von Fahrzeugen bis einschließlich Euro 5/V.

Doch nicht nur im Bereich Abgasmessung sind gesetzliche Vorgaben maßgeblich Treiber. Auch für Bremsprüfstände prognostiziert der ASA-Verband weiter volle Auftragsbücher durch die HU-Bremsrichtlinie ( siehe Kasten).

Für 2019 geht der ASA-Verband zudem von einem deutlichen Schub der Elektromobilität aus. "Der frühlingshafte Herbst und der extrem trockene Sommer machen Folgen des Klimawandels für die Menschen unmittelbar spürbar. Wir erwarten, dass das nicht ohne Auswirkungen auf das Kaufverhalten bleibt und Elektrofahrzeuge deutlich stärker nachgefragt werden", so Beaujean. Auch für E-Fahrzeuge bieten die ASA-Mitglieder bereits umfangreiches Werkstattequipment an, beispielsweise Klimaservicegeräte für die Wartung von CO2-Klimaanlagen.

Einbußen sind möglich

Weniger optimistisch schätzt der ASA-Verband hingegen die Aussichten für das nächste Jahr im Export ein. "2019 könnte das erste Jahr werden, in dem die protektionistischen Tendenzen tatsächlich zu Einbußen führen könnten", so die Einschätzung von Frank Beaujean. Im Inland blieben zudem die Fusionen im Teilegroßhandel nicht ohne Folgen. "Wir erwarten einen Margendruck, der sich 2019 noch aufbauen und 2020 verschärfen wird", so Beaujean.

Kurzfassung

Beim ASA-Pressegespräch blickte der ASA-Verband auf das Jahr 2018 zurück und stellte aktuelle Absatzzahlen vor. Auch für 2019 erwartet der Verband weiter hohe Nachfragen, vor allem bei Bremsprüfständen und Abgasmessgeräten.

Autor: Valeska Gehrke

 
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