Montag, 23.09.2019
Verkehrsblatt IVW
 

Fragen an ... Horst Schneider, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD Stiftung

Fragen an ... Horst Schneider, Vorstandsvorsitzender der TÜV SÜD Stiftung
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© AUTO SERVICE PRAXIS

Warum beteiligt sich die TÜV SÜD Stiftung an dem Projekt für junge Menschen?

Auch Jugendliche, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen und Probleme in der Schule hatten, sollen die Chance haben, eine Technik-Ausbildung mit toller Zukunftsperspektive zu absolvieren. Das Kfz-Joblinge-Projekt will gerade jungen Menschen mit schlechteren Start-Voraussetzungen helfen. Denn wenn sie am Anfang des Berufsweges professionell unterstützt werden und man ihnen Vertrauen schenkt, können sie hervorragende Mitarbeiter werden.

Wie werden Jugendliche im Projekt erfolgreich an eine Ausbildung herangeführt?

Es braucht anfangs Unterstützung von vielen Seiten. Im Joblinge-Projekt beschäftigen sich pädagogische Fachleute in den ersten Monaten intensiv mit den Jugendlichen: Sie arbeiten an ihren Schwächen, erkennen ihre Stärken - und entwerfen gemeinsam eine realistische Job-Perspektive. Hilfreich ist zudem ein erfahrener Mentor an ihrer Seite sowie tatkräftige Unterstützung im Kfz-Betrieb. Wenn hier der Ausbilder signalisiert "Ich glaube an Dich - aber Du musst Dich jetzt auch ins Zeug legen!", dann ist der wichtigste Grundstein gelegt. Zudem finanzieren wir als Stiftung auch Nachhilfeunterricht, damit die Jugendlichen in der Berufsschule Erfolg haben können.

Wie schlimm ist der Nachwuchsmangel in den Werkstätten?

Kfz-Mechatroniker ist immer noch einer der beliebtesten Ausbildungsberufe - weil er spannende Technik-Themen bietet und weil Innungen und Betriebe seit Jahren engagiert um Nachwuchs werben. Das kann sich aber in den nächsten Jahren in vielen Regionen Deutschlands ändern. Umso wichtiger ist es, auch Jugendlichen eine Chance zu bieten, die scheinbar schlechtere Startvoraussetzungen mitbringen.

 
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