Dienstag, 16.07.2019
Verkehrsblatt IVW
01.02.2018

¬ Neujahrsempfang

Die Digitale Zukunft gestalten

Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken TÜV SÜD

Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken beim Neujahrsempfang der TÜV SÜD AG.
© Foto: Dietmar Winkler

zum Themenspecial Digitalisierung

Von Dietmar Winkler/asp AUTO SERVICE PRAXIS

Die digitale Transformation betrifft alle Lebensbereiche und zwingt fast ausnahmslos alle Unternehmen, etablierte Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und die eigenen Mitarbeiter mitzunehmen. Wie der internationale Prüfkonzern TÜV SÜD AG mit den Herausforderungen der Digitalisierung umgeht, erklärte Prof. Dr.-Ing. Axel Stepken, Vorsitzender des Vorstands der TÜV SÜD AG, vor rund 400 Teilnehmern beim Neujahrsempfang am Donnerstag in der Münchner Konzernzentrale.

"Wir sind gefordert, die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft zu meistern und entscheidende Weichenstellungen in unseren Unternehmen vorzunehmen", sagte der TÜV SÜD Vorstandsvorsitzende. Viele Menschen stünden vor der größten Herausforderung ihres Berufslebens, denn es sei ungewiss, welche Berufsbilder künftig noch gefragt seien oder vielleicht ganz wegfielen.

Stepken machte deutlich: "Es geht um den Fortbestand ganzer Branchen. Jedes Unternehmen, jeder von uns muss sich im Zeitalter der Digitalisierung neu beweisen – mit veränderten Rahmenbedingungen oder sogar grundlegend neuen Geschäftsmodellen, mit bekannten Wettbewerbern oder Quereinsteigern aus anderen Branchen, die sich auf unserem angestammten Terrain breitmachen." Es sei daher entscheidend, in den Unternehmen ein "digitales Bewusstsein" zu schaffen, ohne das notwendige Veränderungen nicht möglich seien. TÜV SÜD habe mit dem Programm "Digital Readiness" ein Instrument geschaffen, das die weltweit rund 25.000 Mitarbeiter auf allen Ebenen des Unternehmens auf die digitale Zukunft vorbereiten soll.

Neue Geschäftsfelder

TÜV SÜD nutze die Digitalisierung, um ganz neue Geschäftsfelder zu erschließen. "Wir haben drei wichtige Themenfelder für uns definiert: Daten-Plattformen, Cyber Security und datenbasierte Geschäftsmodelle", skizzierte der TÜV SÜD Chef das künftige Szenario.

Was dies konkret im Bereich Mobilität bedeuten könnte, machte Stepken anhand von Fahrzeugdaten deutlich, die künftig eine wichtige Grundlage für digitale Geschäftsmodelle sein werden. "Datenschutz, Sicherheit und Wettbewerbsrecht – all das gilt es bei der Mobilität von morgen zu garantieren. Denn es stellt sich die Frage, wem die Daten des Fahrzeuges und damit auch die Daten über die Fahrzeugnutzung gehören", so Stepken. Daraus ergebe sich die Frage, wer berechtigt sei, auf diese sensiblen Informationen zuzugreifen und diese auszuwerten.

Vernetzte Mobilitätslösungen

TÜV SÜD sei in der Lage, hochsichere Cloud-Lösungen für die Datenverarbeitung anzubieten und sich als neutraler Betreiber einer sicheren und zuverlässigen Plattform für das Handling von sensiblen Daten zu positionieren. Der Prüfkonzern könnte damit künftig eine ganz neue Rolle im Bereich Datenschutz einnehmen: "Wir schlagen deshalb gemeinsam mit unserem Verband, dem VdTÜV, das Konzept einer sicheren und neutralen Plattform innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs – einer Automotive Platform – vor."

Positiver Ausblick

Für das laufende Jahr sei der wirtschaftliche Ausblick positiv: "Ich bin optimistisch, 2018 wird ein erfolgreiches Jahr für uns werden", so Stepken. Das Geschäftsjahr 2017 sei laut Stepken für TÜV SÜD erneut ein "Erfolgsjahr" gewesen, das Unternehmen sei weiter gewachsen, sowohl in Deutschland als auch international.

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Dietmar Winkler)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Mahle Charge-Big-Ladepunkte

Mahle nimmt 100 E-Ladestationen in Betrieb

Mahle hat am Dienstag 100 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im firmeneigenen Parkhaus in Bad Cannstatt in Betrieb genommen. Die Einweihung ist ein Beitrag zum Aktionstag des Bündnisses für Luftreinhaltung. ¬ mehr

16.07.2019

¬ Werkstatttechnik

16.07.2019

¬ Volvo

Volvo XC60 (2014)

Brandgefahr bei vielen Modellen

Weltweit müssen über eine halbe Million Volvo-Fahrzeuge mit Diesel-Motoren zurück in die Werkstätten. Der Ansaugkrümmer aus Kunststoff kann sich durch Hitzeeinwirkung verformen. Im schlimmsten Fall kann es zum Motorbrand kommen. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Frage der Woche


Beliebteste Inhalte

  • 09.07.2019 | Neuauflage BMW X6

    Schick statt praktisch

    R. Luft meint: Allein die Überschrift zeigt, dass die Autoindustrie (damit meine ich alle, die im weitesten Sinne ...mehr

  • 04.07.2019 | BGH-Urteil

    DUH darf weiter klagen und abmahnen

    Betroffener meint: Das Urteil ist ausgefallen wie es zu erwarten war. Wenn das Gericht feststellt, dass die DUH nicht g...mehr

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Betriebssicherheit

Mitarbeiteranweisungen

Mitarbeiteranweisungen

Schnell vermitteltes Wissen zu wesentlichen Gefahrenquellen in der Werkstatt. ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Springer Automotive Shop

Leistungsträger statt Mitläufer!

In der Neuerscheinung "Gewinnertypen im Verkauf" zeigt Ihnen Top-Verkäufer Ulrich Stegmann, wie Sie zu einer erfolgreichen Verkäuferpersönlichkeit werden. ¬ Jetzt bestellen!