Mittwoch, 18.09.2019
Verkehrsblatt IVW
07.01.2019

¬ Von Audi bis Jeep

Das sind die Auto-Neuheiten 2019 - Teil 1

Audi nimmt mit dem neuen e-tron den Model X von Tesla ins Visier.
© Foto: Audi

Von Holger Holzer/SP-X

Das neue Jahr bringt viele neue Autos: Neben dem Bestseller VW Golf gehen auch Ikonen wie der Porsche 911 oder Neo-Klassiker wie der Range Rover Evoque in die nächste Generation. Dazu gibt es zahlreiche komplette Neustarter – nicht zuletzt solche mit Elektromotor. Teil 1: Die Premieren von Audi bis Jeep.

Audi:
Nachdem die Ingolstädter kurz vor dem Jahreswechsel den neuen Q3 ins Rennen geschickt haben, folgt 2019 die coupéhaft geschnittene Variation Q3 Sportback, die möglicherweise auch als Q4 startet. Die sportlicher positionierte Variante ordnet sich bei Preis und Ambiente knapp unterhalb des Mittelklasse-SUV Q5 ein. Hauptkonkurrent dürfte der Range Rover Evoque werden, der 2019 bereits in die zweite Runde geht. Einen ganz anderen Gegner nimmt der e-tron zu Jahresanfang ins Visier: das Elektro-SUV tritt gegen das Tesla Model X an, will ihm mit 300 kW / 408 PS Leistung und einer Reichweite von mehr als 400 Kilometern Käufer abwerben. Der Preis für das E-Mobil auf Q5-Basis liebt bei mindestens 80.000 Euro.

BMW:
Wichtigste Neuheit bei BMW ist im kommenden Jahr der 3er. Klassischerweise haben die Münchner an ihrem Erfolgsmodell eher wenig geändert, optisch wurden Ecken und Kanten leicht nachgeschärft, die Länge legt um eine Handbreit zu. Das Motorenangebot besteht künftig fast durchweg aus Vierzylindern – eine Entwicklung, die sich bereits beim Vorgänger andeutete. Immerhin bleibt beim 340i der klassische Reihensechser an Bord. Darüber hinaus wird es ein neues Plug-in-Hybridmodell mit bis zu 60 Kilometern Elektro-Reichweite geben. Abgesehen davon bestehen die wichtigsten Neuerungen aus modernen Assistenten und Infotainment-Funktionen. Unter anderem soll eine leistungsfähige Sprachsteuerung ins Cockpit einziehen. Start für die Limousine ist im März kurze Zeit später folgt der "Touring" genannte Kombi.

Beim Einser verlässt BMW seinen technischen Sonderweg und stellt sein Kompaktmodell 2019 auf Frontantrieb um, nutzt die gleiche Plattform für den 2er Active Tourer und den Mini. Das hat vor allem Kostengründe, aber voraussichtlich auch Vorteile bei der Raumökonomie. Ob das den Sportfahrer mit Faible für Hinterradantrieb trösten wird, bleibt abzuwarten.

Bei den großen Crossover-Modellen setzt sich der Trend zum Coupé auch in München fort: Mit dem X6 geht der Urvater der gekappten SUV in die dritte Runde. Wie schon beim X5 mit seinem konventionellen Heck sind optisch keine großen Änderungen zu erwarten, stattdessen gibt es etwas mehr Platz, mehr Digitales und vielleicht auch Spielereien wie den LED-Sternenhimmel für die Insassen. Wer es wirklich sportlich will, wählt aber wohl lieber ein kleines Kraftpaket: BMW legt im März den Roadster Z4 neu auf und geht zurück zu den Ursprüngen des Segments. Stoffverdeck, Hinterradantrieb, ausbalanciertes Gewicht und knackige Abmessungen versprechen Fahrspaß. Zum Start gibt es zwei Vierzylindern und einen 250 kW / 340 PS-Sechszylinder.

Citroen:
Mit dem C5 Aircross steigt 2019 auch Citroen als letzte PSA-Marke in das Geschäft mit den modernen Kompakt-SUV ein. Wie schon die Schwestermodelle Peugeot 3008, DS7 und Opel Grandland setzt der Vierte im Bunde auf viel Platz und stämmiges Design. Spezielles Merkmal ist ein mit Fokus auf Komfort ausgelegtes Fahrwerk. Allradantrieb ist wie bei den Schwestermodellen nicht zu haben, könnte aber ab 2020 in Form von Plug-in-Hybridtechnik nachgereicht werden.

Dacia:
Bei der Neuauflage kommt dem Dacia Sandero erstmals die Technik des aktuellen Renault Clio zugute, bislang musste der Rumäne immer die abgelegten Plattformen des Kleinwagens auftragen. Der Technik-Fortschritt schlägt sich auch in einem selbstbewussteren Design des rumänisch-französischen Kleinwagens nieder, der preislich aber wohl weiterhin klar unter der 10.000-Euro-Grenze liegen dürfte.

Mercedes-Benz EQC (2020)

DS:
Der PSA-Konzern startet die Erneuerung seiner Mini-SUV-Palette bei der edlen Tochter DS: Der DS3 Crossback will mit premiumhaftem Ambiente, expressivem Design und moderner Digitaltechnik punkten. Als Ergänzung zu den konventionellen Motorvarianten startet Ende 2019 auch eine Elektroversion, die mit rund 300 Kilometern Reichweite aufwarten soll.

Ford:
Der Kuga geht bereits in die dritte Generation und setzt dabei erstmals auf einen Plug-in-Hybridantrieb, bleibt aber auch dem Diesel treu. Wie beim 2018 erneuerten Ford Focus, mit dem er sich Technik teilt, dürfte der Kuga an Ausstrahlung und Technikoptionen gewinnen, während die Basispreise zumindest nicht steigen werden.

Ferrari:
Die Italiener legen nach und bringen den Sportwagen 488 Pista als "Spider". Das Cabrio trägt die gleichen aerodynamischen Hilfsmittel wie der geschlossene Pista und soll auch auf der Rennstrecke überzeugen können. Hinter dem Fahrgastraum steckt der bekannte 3,9-Liter-V8, der es auch im Pista Spider auf 529 kW / 720 PS schafft. Der Preis dürfte deutlich über 300.000 Euro liegen.

Honda:
Seit seinem Messeauftritt auf der IAA 2017 wird der Honda Urban EV nicht nur von Fans des Retro-Designs sehnsüchtig erwartet. Anfang 2019 öffnen die Bestelllisten für das kleine Elektroauto, Ende des Jahres sollen die Fahrzeuge ausgeliefert werden. Preise und Leistungsdaten sind noch unbekannt.

Hyundai:
Die Kia-Schwestermarke erweitert ihr Sportprogramm und bietet zum Jahresanfang nach dem Steilheckmodell auch die Fastback-Variante des i30 als N-Modell an. Der Viertürer mit dem schnittigen Heck kommt auf mindestens 184 kW / 250 PS. Richtung Jahresende wird zudem der Kleinstwagen i10 erneuert. Er soll bei gleichbleibender Außenlänge innen mehr Platz bieten.

Jeep:
Die Offroad-Marke Jeep schickt mit dem Gladiator eine Pick-up-Variante des Wrangler in die Arena. 2019 kommt der auf 5,54 Meter gestreckte Allrader mit großer, offener Ladefläche zunächst in den USA auf den Markt, später soll das neue Modell auch in Europa antreten.

 
 

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