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Pannenhilfe: ADAC schickt Gelbe Engel mit dem E-Bike

05.04.2016 13:09 Uhr
ADAC-Pannenhilfe
Der ADAC will liegengebliebenen Autofahrern künftig auch mit Quads und E-Bikes zu Hilfe eilen.
© Foto: ADAC

Der Autoclub steigt auf das Radl um: Erstmals werden in diesem Frühjahr Helfer des ADAC mit dem E-Bike unterwegs sein. Wie viele der vier Millionen Pannen jährlich sie künftig beheben können, ist noch unklar.

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Der ADAC will liegengebliebenen Autofahrern künftig auch mit Quads und E-Bikes zu Hilfe eilen. Im Frühling starten Pilotprojekte mit je zwei Elektrofahrrädern in Stuttgart und Berlin, wie der Leiter der ADAC-Pannenhilfe Thomas Reynartz am Dienstag in München berichtete. Damit will der Autoclub umweltfreundlicher unterwegs sein und die Wartezeit für seine Kunden verkürzen. "Mit dem E-Bike haben Sie die Möglichkeit, am Stau vorbeizufahren." Allerdings sei klar, dass die Räder mit ihrem bis zu 70 Kilo schweren Anhänger nur in der Stadt und nur im Sommer taugen. 

Die beiden Pannen-Quads kommen vor allem bei Festivals zum Einsatz, in diesem Jahr etwa bei Rock im Park in Nürnberg. Sie seien wendig genug, um zwischen Zeltreihen durchzukommen - "und bleiben im sumpfigen Festival-Acker nicht stecken", sagte Reynartz. Insgesamt halfen die Gelben Engel 2015 knapp vier Millionen Mal. Alle acht Sekunden gab es somit im Schnitt einen Einsatz. Pannenursache Nummer eins waren einmal mehr schwache und defekte Autobatterien.

Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung flog gut 54.000 Einsätze. Die Hälfte betraf akute Herz- und Kreislaufprobleme, zwölf Prozent neurologische Notfälle wie Schlaganfälle. Im Zuge der nach der Manipulationsaffäre beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel" eingeleiteten Reformen soll die Luftrettung in einer Stiftung angesiedelt werden, die aus einem Einmalbetrag und einem Aktienpaket finanziert wird. 

Der Geschäftsführer der Luftrettung, Frédéric Bruder, kündigte an, die Luftrettung, die mit 55 Hubschraubern an 37 Stationen zu den größten zivilen Luftrettungsorganisationen Europas gehört, werde ihre Flugzeiten stärker in den frühen Morgen und in den Abend ausdehnen. Bisher haben vier Stationen einen 24-Stunden-Betrieb.

Bruder kritisierte Pläne, Hubschrauberpiloten über 60 Jahren nicht mehr allein fliegen zu lassen. Es werde womöglich einen Pilotenmangel geben, so dass der Rettungsdienst in der Form nicht aufrecht erhalten werden könne. 95 Prozent aller Hubschrauber würden von einem Piloten geflogen. Zwei Piloten bringen mehr Gewicht, damit können weniger Kilometer geflogen werden. "Es gibt keinen nachweislichen Mehrwert, sondern nur Nachteile."

Der Ambulanzdienst des ADAC betreute im vergangenen Jahr 53.700 Mitglieder, die im Urlaub erkrankten oder verletzt wurden, rund 14.000 von ihnen brachte er nach Deutschland zurück. 2007 lag die Zahl der Betreuten noch bei knapp 43.400. Ein Grund für den Anstieg sei die zunehmende Reiselust der Deutschen, sagte der Vorstand der ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG, James Wallner. Der ADAC ist mit rund 19 Millionen Mitgliedern Deutschlands größter Verein und der zweitgrößte Autofahrerclub der Welt. (dpa)

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