Die Werbas AG, markenunabhängiger Anbieter von Werkstattabwicklungssoftware, steigt nach fünfjährigem Engagement aus dem chinesischen Markt aus. Als Begründung nannte Werbas-Vorstand Paul Lonzen die schwierigen Marktstrukturen vor Ort. Vorsichtigen Schätzungen zufolge gäbe es mehr als die hundertfache Anzahl von Werbas-Raubkopien als verkaufte Lizenzen in China. Unter diesen Voraussetzungen mache es keinen Sinn, diesen Markt weiter zu bearbeiten, sagte Lonzen auf einer Pressekonferenz in Holzgerlingen. Eigentlicher Anlass der Veranstaltung war die Vorstellung eines Dienstleistungspakets aus den Bereichen Finanzierung, Versicherung, Leasing und Gebrauchtwagen der neu gegründeten Summit Auto Group (SAG). Mit der von Werbas entwickelten Software "Summit-S" in Kombination mit den Werbas-Dealermanagementsystemen könnten aus einem System heraus sämtliche Werkstatt- und Verkaufsbereiche von Werkstattplanung über Teileversorgung bis hin zu Finanzdienstleistungen und Fahrzeugbeschaffung bedient werden, hieß es bei der Präsentation. Zielgruppe sind zunächst freie Händler und Werkstätten, auf Dauer wolle man sich aber in der gesamten Kfz-Branche etablieren, wie SAG-Geschäftsführer Masayuki Koda betonte. Die SAG kooperiert dabei mit der AKF-Bank sowie mit der Frankfurter Versicherung (Allianz). Werbas-Anwender erhalten die Summit-S-Software unter Voraussetzung der Nutzung des Fahrzeughandels-Tool kostenlos, in der neuen Software-Generation Werbas Car-S, die ab 69 Euro/Monat erhältlich ist, ist Summit-S integrativer Bestandteil. Einen ausführlichen Bericht zur neuen Software lesen Sie in ASP 3, die am 9. März erscheint.(fs/st)
Werbas kehrt China den Rücken
Zuviele Raubkopien im Umlauf / Neue Fahrzeughandelssoftware vorgestellt