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¬ Winterkorn-Interview

- Der eine plant die Porsche-Zukunft, der andere muss sich mit den Ermittlugsbehörden auseinandersetzen: Martin Winterkorn (l.) und Wendelin Wiedeking.
VW-Chef hat große Pläne mit Porsche
Porsche soll unter dem Dach von Volkswagen gleich drei neue Modelle auflegen. VW-Chef Martin Winterkorn, der das neue gemeinsame Autoimperium künftig führen soll, sagte dem "Manager Magazin", vorstellbar wäre ein Fahrzeug unterhalb des bislang kleinsten Modells Boxster, außerdem ein "kleiner Bruder" für den Geländewagen Cayenne sowie ein zusätzliches Modell der Sportlimousine Panamera, die im September auf den Markt kommt.
Dem Aufsichtsratschef der Porsche AG, Wolfgang Porsche (66), schreibt Winterkorn im "Manager Magazin" eine "zentrale Rolle für die Einbindung von Porsche" in den VW-Konzern zu. "Er verkörpert die Marke sehr stark, während sein Cousin Ferdinand Piëch eher für Volkswagen steht", sagte er. Die erbitterte Übernahmeschlacht der beiden Autobauer solle man jetzt vergessen, mahnte Winterkorn. "Die Wunden werden schnell heilen, wenn wir nach vorne schauen in unserer Zusammenarbeit."
Der VW-Chef bestätigte zugleich Spekulationen, dass Volkswagen eine Kooperation mit dem japanischen Autobauer Suzuki ins Auge fasse. "Suzuki wäre wegen seiner Kleinwagenkompetenz ein interessanter Partner", sagte er. Laut der Zeitschrift sind ein Joint Venture oder eine Zehn-Prozent-Beteiligung an Suzuki angedacht. VW interessiere sich vor allem für kleine Modellplattformen, Suzuki könnte von den Dieselmotoren des VW-Konzerns profitieren, hieß es schon früher.
Winterkorn kündigte ferner erstmals öffentlich sein Interesse an einer Verlängerung seines bis Ende 2011 laufenden Vertrages an. "Wenn ich gesund bleibe und man mich noch will, kann ich mir vorstellen, länger zu bleiben. Es gibt viel zu tun."
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