Die Unionsfraktion wirft den deutschen Autobauern Versäumnisse im Kampf gegen den Klimawandel vor. Die Autohersteller hätten es jahrelang versäumt, sich stärker um die Entwicklung umweltfreundlicher Elektromotoren zu kümmern, sagte der Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), dem Magazin "Der Spiegel". Die Unternehmen sollten stärker in die Forschung investieren, um leistungsfähigere Batterien auf den Markt zu bringen. "In zehn Jahren werden Elektroautos eine große Rolle spielen." Dies dürfe die deutsche Autoindustrie nicht verschlafen. Die Europäische Union (EU) will strengere Abgaswerte für die Autoindustrie einführen. Bis 2012 soll der Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) im Durchschnitt der Fahrzeugflotte auf 120 Gramm pro Kilometer gesenkt werden. Deutschland und Frankreich haben allerdings vereinbart, dass es einen gleitenden Aufschub bis 2015 geben soll, der auf Produktionszyklen Rücksicht nimmt. Die Autoindustrie hatte Kritik an ihren Klimaschutz-Bemühungen zurückgewiesen. Im Kampf gegen die hohen Energiepreise sind Steuersenkungen nach Ansicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) der falsche Weg. Es gebe wegen der steigenden Preise zwar Handlungsbedarf, aber nicht im Steuerrecht, sagte Oettinger der "Stuttgarter Zeitung" (Samstag). "Jede Erleichterung würde binnen kurzer Zeit durch entsprechende Preissteigerungen zunichtegemacht." (dpa)
Klimaschutz: Unionsfraktion wirft Autoindustrie Versäumnisse vor
"In zehn Jahren werden Elektroautos eine große Rolle spielen", sagte Fraktionschef Volker Kauder. Dies dürfe die deutsche Autoindustrie nicht verschlafen. Steuersenkungen wegen der hohen Energiepreise sind wohl vom Tisch.