Statistisches Bundesamt: Unerfreuliche Zahlen für das Kfz-Gewerbe

12.10.2009 15:35 Uhr
Wenig Freude bereitet derzeit der Blick auf die Destatis-Bilanzen.

Einzig ein leichtes Umsatzplus kann der Gewerbezweig im zweiten Quartal 2009 ausweisen. Bei Umsatz und Zahl der Unternehmensinsolvenzen schneidet man dagegen deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt ab. Endkunden freuen sich dagegen über sinkende Autohaltungskosten.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Montag mitteilte, lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk im zweiten Quartal 2009 um 6,9 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zugleich waren in diesen Gewerben Ende Juni 2009 1,5 Prozent weniger Personen tätig als Ende Juni 2008. Das Kraftfahrzeuggewerbe schneidet beim Umsatz deutlich besser, bei der Beschäftigung dagegen deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt ab. Von den sieben von Destatis betrachteten Gewerbezweigen konnten nur dort die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden, und zwar um 0,8 Prozent. Die Zahl der Angestellten sank dagegen um 3,3 Prozent. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (z.B. Landmaschinenmechaniker oder Informationstechniker) war sowohl der Umsatz- als auch der Personalrückgang mit 22,1 bzw. vier Prozent am stärksten. Wenig erfreulich fiel auch die Destatis-Halbjahresbilanz der Unternehmensinsolvenzen aus. Während die Gesamtzahl im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 "nur" um 15,3 Prozent stieg, gab es im Bereich "Kfz-Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz" 24,5 Prozent mehr Anträge bei den deutschen Amtsgerichten, nämlich 670. Davon wurden 152 mangels Masse sofort abgewiesen. Die Gesamtsumme der Gläubigerforderungen belief sich den Angaben zufolge auf etwa 1,7 Milliarden Euro; 4.864 Autohaus- und Werkstatt-Mitarbeiter waren betroffen.

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