Japan: Toyota-Pannen beschäftigen Regierung

08.03.2010 12:35 Uhr
Toyoda: Toyota soll transparenter und kundenorientierter werden.
© Foto: Toyota/Archiv/AHO-Montage

Ministerpräsident Yukio Hatoyama hat Konzernchef Akio Toyoda aufgefordert, die Qualitätskontrolle im Unternehmen zu verbessern, um das verlorengegangene Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

Die Pannenserie bei Toyota lässt auch die japanische Regierung nicht kalt. Ministerpräsident Yukio Hatoyama forderte bei einem Treffen mit Konzernchef Akio Toyoda diesen am Montag auf, die Qualitätskontrolle zu verbessern, um das verlorengegangene Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Toyoda sagte zu, dass sein Unternehmen transparenter und kundenorientierter werden wolle. Toyota muss weltweit mehr als acht Millionen Autos zurückrufen, um Gaspedale und Fußmatten zu richten. Drei von vier der betroffenen Autos sind in den USA zugelassen. Wegen kurzzeitig aussetzender Bremsen müssen knapp eine weitere halbe Million Hybridwagen in die Werkstätten. Die US-Behörde für Verkehrssicherheit bringt 52 Tote mit der Pannenserie in Verbindung. Neue Toyota-Modelle könnten später kommen Wegen der Pannenserie könnten die neuen Modelle in diesem Jahr deutlich später auf den Markt kommen als geplant. Sollten die Probleme, die in den vergangenen Wochen eine massenhafte Rückruf-Aktion in Gang gesetzt hatten, nicht gelöst sein, werde die Vorstellung der neuen Typen gestoppt, sagte Toyota-Europachef Tadashi Arashima der britischen Zeitung "Sunday Telegraph". Der japanische Hersteller will in diesem Jahr ein neues Modell des Auris, einen Auris Hybrid sowie einen RAV4 auf den europäischen Markt bringen. (dpa)

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