Eine weitere Studie sieht auf den europäischen Aftermarket eine neue Konsolidierungswelle zurollen. Das Marktforschungsinstitut Datamonitor prophezeit in einer aktuellen Untersuchung, dass die jährlichen Gesamtumsätze im Ersatzteilmarkt bis 2008 um vier Mrd. Euro auf 121 Mrd. Euro und damit auf den Stand von 1998 fallen werden. Deshalb würden rund 30.400 der aktuell tätigen 354.670 Werkstätten (markengebunden und frei) in den kommenden fünf Jahren vom europäischen Ersatzteilmarkt verschwinden. Hauptverantwortlich für den Umsatzeinbruch ist laut Datamonitor der gestiegene technische Standard der Fahrzeuge, der Reparaturen und Wartungsarbeiten immer seltener werden lässt. So stieg beispielsweise die Lebensdauer einer Autobatterie in jüngster Vergangenheit von durchschnittlich zwei auf vier Jahre. Folge: Zwischen 1998 und 2003 wurde nur ein unwesentliches Marktwachstum von 0,7 Prozent verzeichnet. Die größten Gewinnaussichten im vom Wettbewerbs- und Preisdruck gekennzeichneten Markt sieht das Beratungsunternehmen nach eigenen Angaben in einer Spezialisierung der Betriebe. So sei starkes Wachstum etwa durch die Konzentration auf wenige Zubehörbereiche wie etwa Reifen und Leuchten mit breitem Herstellerangebot oder auf Nischenmärkte wie den Tuning-Sektor möglich, hieß es. (rp)
Studie zeichnet düstere Zukunft für Europäischen Aftermarket
Über 30.000 Werkstätten werden in den kommenden fünf Jahren in Europa ihr Geschäft aufgeben