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¬ Automechanika-Studie
Mehrkosten können nicht "durchfakturiert" werden
Die wachsende Komplexität des Servicegeschäfts in den kommenden 20 Jahren werde durch den Trend zu Billigautos, die zunehmende Karosserievielfalt, die Einführung von Elektroautos und den immer höher werdenden Elektronikanteil bei technologiegetriebenen Fahrzeugen befördert. "Diese Entwicklungen lassen erwarten, dass sich die Service-Konzepte und Werkstatt-Formate in der Zukunft deutlich in zwei Richtungen entwickeln: Einerseits in preisgetriebene Service-Konzepte und zum anderen in technologiegetriebene Formate", sagte Dudenhöffer.
Dank sinkender Neuwagenverkäufe sei zu erwarten, dass sich die Autohersteller und Markenhändler verstärkt dem Werkstatt- und Ersatzteilgeschäft zuwenden. Flankiert werde dieser stärkere Wettbewerb durch liberalere Kartellgesetze, da die derzeitige Gruppenfreistellungsverordnung wohl nicht verlängert werde.
"Die 'Universalwerkstatt' muss umgestaltet werden und entsprechende Werkstatt-Formate für deutlich differenzierte Kundengruppen geschaffen werden", forderte Dudenhöffer. Die damit verbundenen Mehrkosten durch größeren Logistikaufwand, höheres Ausbildungs- und steigendes Werkstattausstattungs-Niveau könnten jedoch nicht an den Kunden "durchfakturiert" werden. Bei einer größeren Verbreitung von Elektromotor könnten wichtige Umsatz- und Ertragsträger wie etwa Schmierstoffe, Abgasanlagen, Zündkerzen und Motorfilter an Bedeutung verlieren. Im Gegenzug gebe es aber neue Umsatzträger wie Antriebs-Batterien.
Die Ersatzteilorganisationen und Werkstätten müssten sich auf diesen Strukturwandel einstellen, mahnte Dudenhöffer. "Zwar stand der europäische Service-Markt schon immer unter Anpassungsdruck, aber die Anpassungsgeschwindigkeit und der Anpassungsdruck nehmen in den nächsten zehn Jahren deutlich zu." (ng)
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