EU-Pläne: Schleuderschutz für Neuwagen soll Pflicht werden

20.05.2008 07:13 Uhr
Neufahrzeuge sollen innerhalb der EU verpflichtend mit ESP ausgestattet werden.

Die Europäische Union möchte eine ESP-Pflicht bei Neuwagen einführen. Im Februar 2007 hatte die EU-Kommission eine entsprechende Strategie gestartet, am kommenden Freitag wird die Entscheidung erwartet.

Neuwagen sollen nach EU-Plänen künftig verpflichtend mit einem elektronischen Schleuderschutz ausgerüstet werden. Im normalen Fahrbetrieb könne eine Stabilitätskontrolle die Zahl der Unfälle um 20 Prozent verringern, teilte die Brüsseler Behörde vor der für Freitag erwarteten Entscheidung mit. "Verschiedene Details haben wir schon im Programm Cars 21 angekündigt", sagte ein Sprecher von Industriekommissar Günter Verheugen am Dienstag. Im Februar 2007 hatte die Kommission eine Strategie verabschiedet, die langfristige Perspektiven für die Autoindustrie schaffen und die Fahrzeuge bezahlbar halten soll. Der Vorschlag wird den Angaben zufolge auch Vorgaben für die Einführung von Reifen mit geringem Rollwiderstand und von Luftdruck-Anzeigen machen. Das trage auch zu einer Verringerung klimaschädlicher Abgase bei, betonte die Behörde. Tests haben allerdings ergeben, dass manche Reifen mit geringem Rollwiderstand den Bremsweg deutlich verlängern. Kommissar Verheugen wolle am Freitag in Berlin an einer Vorführung von Sicherheitstechnik für Autos teilnehmen, sagte sein Sprecher Ton van Lierop. Die Autoindustrie trägt den Angaben zufolge drei Prozent zur gesamten europäischen Wirtschaftsleistung bei und beschäftigt sieben Prozent aller Arbeitnehmer in der Industrie. (dpa)

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