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¬ Opel Olympia

- Die zweitürige Limousine und das zweitürige Cabriolet waren ab 2.500 Mark zu kaufen
Revolutionär wird 75
Im Jahr 1935 enthüllte Opel auf der Berliner Automobilausstellung den Olympia mit 1,3 Liter-Aggregat. Das Außergewöhnliche am Olympia: Er war das erste deutsche in Großserie produzierte Fahrzeug mit selbsttragender Ganzstahlkarosserie. Dieses technische Konzept markierte den Bruch mit der herkömmlichen Bautechnik in der Automobilproduktion.
Die Vorteile des damals revolutionären und heute selbstverständlichen Bauprinzips waren vielfältig: Das Metallgerippe der selbsttragenden Karosserie bestand aus Profilträgern, die wie im Flugzeugbau miteinander verbunden waren und eine geringere Masse hatten. Mit einem Leergewicht von 835 Kilogramm, wog die Neuentwicklung 1935 bei gleicher Motorisierung 135 Kilogramm weniger als sein auf einem Profilchassis basierender Vorläufer. In der Folge konnten die Fahrleistungen bei gleicher Motorisierung sowie reduziertem Verbrauch gesteigert werden.
Der zum Start 24 PS starke 1,3-Liter-Motor beschleunigte das Fahrzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h. Dabei benötigte der Olympia den Angaben zufolge durchschnittlich neun Liter Benzin auf 100 Kilometer. Der Neuling überzeugte nicht nur durch Leistung und Straßenlage, sondern auch durch Komfort. "Die Polstersitze sind mit Cord bezogen, die Rücklehnen der Vordersitze lassen sich vorklappen, die Hintersitze sind in Breite und Tiefe so günstig bemessen, dass man volle Bewegungsfreiheit hat und auch dadurch keine Fahrstrapazen spürt", lautete die zeitgenössische Beschreibung. Die Konstruktion der selbstragenden Karosserie "aus einem Guss" erhöhte zudem die Sicherheit der Passagiere.
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