Pit-Stop hat Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe zurückgewiesen, wonach sich die Werkstattkette weigert, fehlerhafte Rußpartikelfilter auszutauschen. "Wir haben mit den Herstellern der Filtersysteme eine tragfähige Lösung erarbeitet, die den kostenfreien Austausch aller Filter, deren Allgemeine Betriebserlaubnis erloschen ist, ermöglicht, sobald das Ersatzprodukt auf dem Markt ist", sagte Gerd Hartmann, Geschäftsführer von Pit-Stop Deutschland. Anders als Konkurrent ATU hofft die deutsche Kwik-Fit-Tochter nach wie vor auf einen baldigen Marktstart neuer Filter der Firma GAT. Das Unternehmen habe Pit-Stop versichert, dass sich entsprechende Filter-Modelle in der Prüfung befänden. Sobald diese Ersatzfilter vorlägen, würden sie "so schnell wie möglich" in die etwa 1.000 betroffenen Kundenfahrzeuge eigebaut, versicherte Hartmann. Über die Unternehmenszentrale könnten Gutscheine der Firma GAT angefordert werden. Pit-Stop sieht diese Vorgehensweise durch die im vergangenen Herbst zwischen GVA, ZDK und Bundesregierung abgeschlossene Kulanzregelung (wir berichteten) gedeckt. "Anders als die Deutsche Umwelthilfe es darstellt, verpflichtet die Kulanzregelung die Hersteller ... nicht, die Kosten für einen Tausch gegen Wettbewerbsprodukte zu tragen", erklärte Hartmann. Dieser Interpretation hat der ZDK aber bereits mehrfach widersprochen und seine Mitglieder aufgefordert, auf Kundenwunsch sofort Ersatzlösungen anderer Hersteller zu verbauen, wenn diese verfügbar sind. Dies ist laut KBA inzwischen für fast alle Modelle der Fall (wir berichteten). (ng)
Rußfilterskandal: Pit-Stop bleibt hart
Die Werkstattkette will anders als ATU in die 1.000 betroffenen Kundenfahrzeuge nach wie vor keinen Ersatzfilter eines anderen Herstellers einbauen und sieht ihr Vorgehen durch die Kulanzregelung gedeckt.
S. Rösler