Freitag, 25.05.2012
Verkehrsblatt IVW
25.02.2010
¬ Studie Flextreme GT/E
Opel hat den Ampera-Elektroantrieb in eine sportliche Limousine verpflanzt.

Opel setzt Mittelklasse unter Strom

Das für 2011 geplante E-Kompaktmodell Ampera steht bereits in den Startlöchern – jetzt will Opel zeigen, dass der Elektroantrieb auch für die Mittelklasse geeignet ist. Der Hersteller hat für den Genfer Autosalon (4. bis 14. März) die Studie Flextreme GT/E auf die Räder gestellt. Das Konzeptauto kombiniert das E-REV-System mit Range Extender aus dem Ampera mit einem Limousinen-Format von 4,70 Metern Länge. Gezeichnet ist die Studie als sportlicher Viertürer im Coupé-Look.

In puncto Fahrleistungen versprechen die Rüsselsheimer Werte wie beim Flaggschiff Insignia. Ausgestattet mit einem Drehmoment von 370 Nm, erreicht der Flextreme GT/E Tempo 100 in weniger als neun Sekunden und beschleunigt auf über 200 km/h. Möglich macht das vor allem der Einsatz von Leichtbauteilen aus Karbon und Aluminium, die bis zu 40 Prozent weniger wiegen als konventionelle Materialien. Außerdem hat Opel die Aerodynamik optimiert, den cW-Wert auf 0,22 gedrückt und Leitbleche im Heck integriert. Sie fahren bei 50 km/h aus, um Turbulenzen zu verhindern.

Wie der Ampera fährt auch der Flextreme GT/E rein elektrisch und auf etwa 60 Kilometern ohne lokale Emissionen. Ist der Lithium-Ionen-Batterieblock leer, startet automatisch ein Benzinmotor und treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. So kommt das Fahrzeug auf eine Gesamtreichweite von mehr als 500 Kilometern und einen Normverbrauch von 1,6 Litern (CO2-Ausstoß: rund 40 g/km). Montiert sind zudem schmale 21-Zoll-Leichtmetallfelgen auf rollwiderstandsarmen 195/45er-Reifen.

Lichtsensoren statt Türgriffe, Kameras statt Außenspiegel

Die Ladebuchse für die Batterien versteckt sich hinter dem großen Markenemblem auf dem trapezförmigen Kühlergrill. Weitere Kennzeichen der flachen Studie (Fahrzeughöhe rund 1,3 Meter) sind pfeilförmige LED-Leuchten und das abgewandelte "Flexdoor"-Portalkonzept des neuen Meriva. Statt Türgriffen bietet letzteres nun Lichtsensoren, mit denen sich die Türen durch Handauflegen öffnen lassen. Zudem ersetzen kleine Kameragehäuse konventionelle Außenspiegel. (rp)

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