VDA: Nein zum Rettungsfonds für Zulieferer

27.01.2009 10:31 Uhr
Der VDA hat sich gegen eine gemeinsame Kasse zur finanziellen Unterstützung von angeschlagenen Zulieferern entschieden.
© Foto: ddp/David Hecker

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat sich gegen einen eigenen Rettungsfonds für die angeschlagenen Zulieferer ausgesprochen. Hersteller wollen wichtigen Lieferanten im Notfall einzeln helfen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat die Pläne für einen eigenen Rettungsfonds für Zulieferer laut "Handelsblatt" (Dienstag) verworfen. Begründet wurde die Entscheidung mit Widerständen bei den Herstellern und wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Hoffnungen der Lieferanten auf eine gemeinsame Hilfsaktion der Autobauer für ihre angeschlagenen Zulieferer hätten sich damit zerschlagen. Im Dezember hatte der Verband Überlegungen zu einem Rettungsfonds bestätigt, in den Hersteller wie Daimler, BMW oder Volkswagen einzahlen könnten. Jedoch seien die Hersteller dem Bericht zufolge weiter bereit, wichtigen Lieferanten im Notfall einzeln zu helfen. (dpa)

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KOMMENTARE

beatha uisge

27.01.2009 - 16:24 Uhr

Super, so was stärkt die Abhängigkeiten (oder Verfilzungen?)in der Automobilbranche weiter, hält die Zulieferer schön klein und macht aus den eigentlich angeschlagenen Autoherstellern auch noch Krisengewinnler. Denn während die Automobilhersteller mit ihren Autobanken unter das Dach des Rettungsfonds schlüpfen, weil sie den Steuerzahler brauchen könnten um ihre zig Mrd. Leasingrestwert-Leichen abzusichern, erhöhen sie andererseits schamlos den Druck auf ihre Lieferanten; und wer sich dem nicht beugt, tja, dem entzieht man halt die Unterstützung; liebe Manager der Teileindustrie, ich wünsche Euch gute Nerven und ein unbeugsames Rückgrat für anstehende Preisverhandlungen mit den Einkäufern der Automobilindustrie!


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