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¬ Sonderausstellung

- Wolfgang Blumenthal mit seinem Siegerpokal von 1955.
Mit dem Käfer durch die Wüste
Im Jahr 1955 fand die erste ägyptische Wüstenrallye von Kairo nach Alexandria statt, an der auch ein Volkswagen Käfer an den Start ging und in seiner Klasse siegte. Copilot war der damalige Mitarbeiter des Volkswagen Importeurs in Ägypten, Wolfgang Blumenthal. Das Automuseum Volkswagen widmet noch bis Ende August dem heute 83jährigen Blumenthal eine kleine Sonderausstellung zur Geschichte seiner einmaligen Rallyeteilnahme.
Nachgestellt wird eine Szene der Wüstenrallye mit einem 1955er Ovali-Käfer. Mit Sand und Wüstenvegetation soll das damalige ägyptische Flair wieder lebendig werden, untermalt von Bildern des Käfers auf dieser Rallye. Siegespokal und -urkunde, letztere allerdings in Kopie, werden ebenfalls ausgestellt.
Als Ahmed el Gammal, Kunde des ägyptischen Volkswagen Importeurs von der Wüstenrallye erfuhr, fragte er Wolfgang Blumenthal, ob er ihn als Beifahrer in seinem Käfer begleiten würde. Blumenthal, seinerzeit Werkstattleiter beim Importeur, stimmte zu und machte den gerade mal sechs Monate alten Käfer rallyetauglich.
Der einzige Volkswagen im Teilnehmerfeld meisterte die ca. 1.200 km lange Strecke über die Wüstenstraßen sowie die Wertungsprüfungen mit Bravour. Doch wirklich zum Staunen brachte der Käfer alle Beteiligten erst, als er trotz 53°C Außentemperatur ohne technische Probleme das Ziel in Alexandria erreichte – dem luftgekühlten Motor sei Dank. Während der Käfer in seiner Klasse den Sieg einholte und im Gesamtklassement den fünften Platz erreichte, wurden auch die Marketing-Strategen von Volkswagen in Libyen aktiv: Wenig später warb der dortige Importeur für den Erfolgswagen aus Deutschland mit dem Slogan "We keep running and are never thirsty". (asp)
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