Seit das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP) serienmäßig in seinen Personenwagen zum Einsatz kommt, hat Mercedes einen deutlichen Rückgang der so genannten Fahrunfälle festgestellt, bei denen Autofahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verlieren, schleudern und von der Fahrbahn abkommen. In den fünf Jahren des ESP-Serieneinsatzes sei der Anteil der Fahrunfälle an den Unfalltypen neu zugelassener Mercedes-Modelle um mehr als 42 Prozent zurückgegangen, teilte der Hersteller mit. Derzeit sei nur jedes zweite neu zugelassene Fahrzeug in Deutschland mit ESP ausgestattet. "Wären alle Autos mit dem Stabilitäts-Programm ausgestattet, könnten in Deutschland jährlich mehr als 20.000 dieser schweren Verkehrsunfälle mit über 27.000 Unfallopfern verhindert werden", rechnete Thomas Weber, DaimlerChrysler-Vorstand für Forschung und Technologie, vor. Denn Fahrunfälle seien die folgenschwersten Verkehrsunfälle: Im Jahre 2003 waren laut Mercedes 43 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten und 20 Prozent der Verletzten Opfer von Fahrunfällen. ESP trage dazu bei, die Verletzungsschwere der Pkw-Insassen zu vermindern. Weil schleudernde Fahrzeuge stabilisiert werden, sinke zum Beispiel das Risiko gefährlicher Seitenkollisionen mit Bäumen, Masten oder anderen Hindernissen am Fahrbahnrand. Weiterhin zeigen die Ergebnisse der Mercedes-Unfallforschung, dass sich Personenwagen mit ESP seltener überschlagen als Autos ohne dieses Fahrsicherheitssystem. (ng)
Mercedes: Durch ESP 20.000 schwere Unfälle weniger
Anteil der Fahrunfälle bei Stuttgarter Modellen um 42 Prozent gesunken