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- Die Diskussionsteilnehmer tauschten sich am Montag zum Thema Fahrzeughistorien aus.
Lückenloser Lebenslauf soll Transparenz bringen
Die Carfax-Fahrzeughistorien (Vehicle History Reports,VHRs) funktionieren wie Online-Lebensläufe fürs Auto. Sie enthalten übersichtliche Informationen zum tatsächlichen Kilometerstand, der Vornutzung und der Anzahl der Fahrzeughalter, zu früheren Schäden und Unfällen eines Fahrzeugs. In den USA ist das Modell schon seit über 20 Jahren erfolgreich am Markt, meldete Carfax Europe, ein Tochterunternehmen der 1984 in den USA gegründeten Carfax Inc. Das Unternehmen ist der erste Anbieter dieser Fahrzeuginformationen in Europa und veranstaltete am Montag eine Diskussion zum Thema "Mehr Verbraucherschutz auf dem Gebrauchtwagenmarkt."
Ziel des Expertenaustauschs war es, die Vor- und Nachteile einer Einführung von VHRs für den Gebrauchtwagenmarkt in Europa und Deutschland zu debattieren. Unter der Moderation von Florian Scholbeck diskutierten Johann Grill (ADAC), Matthias Gleichmann (TÜV Nord Mobilität GmbH), Andreas Scheuer (Verkehrsausschuss im Deutschen Bundestag), Thomas Dickert (Bayerisches Staatsministerium für Justiz und Verbraucherschutz) sowie Christian Schmitz (Carfax Europe).
"Entscheidend für die Wirksamkeit der VHRs ist eine vollständige Datenbasis", sagte Matthias Gleichmann vom TÜV Nord. Nur so könnten Verbraucher nachhaltig und von Anfang an geschützt werden. Johann Grill vom ADAC beurteilt das Potential der VHRs als positiv. Allerdings, so Grill, müsse das Thema Qualität sichergestellt werden. Das Modell der Fahrzeughistorien von Carfax Europe zielt aus diesem Grund auf eine langfristige und ausgereifte Lösung, die unter Wahrung des Datenschutzes ausschließlich fahrzeugbezogene Daten zusammenführt und Nutzern zur Verfügung stellt, hieß es in einer Mitteilung.
Für eine zeitnahe Umsetzung von Fahrzeughistorien auch in Deutschland müssten jetzt die notwendigen politischen Entscheidungen getroffen werden, erklärte etwa Andreas Scheuer, Mitglied des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag: "Verbraucherschutz, Verkehrssicherheit und Betrugsbekämpfung im Gebrauchtwagenmarkt müssen verbessert werden. Es geht nun darum, die rechtliche Basis in Deutschland zu schaffen, um Fahrzeughistorien auch bei uns zu ermöglichen." (msh)
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