¬ Kommentar
Ladenhüter
Liebe LeserInnen,
nicht nur ein ehemaliges Fahrzeug unseres Staatsoberhaupts macht derzeit wieder Schlagzeilen, sondern auch das des US-Präsidenten Barack Obama. Der sieben Jahre alte Chrysler 300 C, den Obama zwischen 2004 und 2007 geleast hatte, sollte gerade eben über Ebay versteigert werden – zum schlappen Mindestpreis von einer Million Dollar, also deutlich mehr als die umgerechnet 250.000 Dollar, die einst der Papst-Golf einbrachte.
Keiner wollte das Auto kaufen. Der Grund dafür liegt vielleicht auch in den Verkaufstalenten von Lisa Czibor begründet, die vom aktuellen Besitzer des Fahrzeugs mit der Auktionsabwicklung beauftragt wurde. Der Wagen habe ihre skeptische Einstellung gegenüber dem US-Präsidenten bestärkt, gab sie Reportern jetzt zu Protokoll. "Der Papst, Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholiken, hatte als Kardinal einen kleinen Golf mit sparsamem Motor. Und Obama, der immer von Nachhaltigkeit redet, fuhr einen dicken Chrysler 300 mit Ledersitzen und durstigem Achtzylinder. Das passt doch nicht!" In der Tat, Frau Czibor: Ein siebenstelliger Betrag für solch ein Fahrzeug, das passt wirklich nicht!
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