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Mittwoch, 13.05.2009

Monatsarchiv für November 2009

Wussten Sie schon…? (Teil4)

Donnerstag, den 12. November 2009

Peugeot 402 Eclipse mit geöffnetem Dach.

Peugeot 402 Eclipse mit geöffnetem Dach.

1935 bis 1939: Peugeot mit klappbarem Blechdach

Viele schreiben Mercedes-Benz als Pioniertat die Einführung des serienmäßigen klappbaren Blechdachs mit dem Erscheinen des Typs SLK zu. Tatsächlich gab es klappbare Dächer schon sehr viel früher. Schon vor dem ersten Weltkrieg fanden einige Karosseriebaubetriebe den Kompromiss zwischen den eigentlich nur im Sommer nutzbaren Cabrios und den in der kühleren Jahreszeit angenehmeren geschlossenen Aufbauten. Sie priesen eine Reihe von Lösungen zur Umwandlung einer Limousine in ein Kabriolett (damals noch mit “K” geschrieben) an. So zum Beispiel der Stuttgarter Karosseriebauer Reutter mit seiner patentierten sogenannten “Reform-Karosserie”.

Doch das auf Knopfdruck versenkbare Blechdach ließ noch eine Weile auf sich warten. Die innovative und doch traditionsbewusste Marke Peugeot brachte dann 1935 zum ersten Mal ein solches serienmäßiges Fahrzeug auf den Markt. Als Typ 401 wurde es auf der Pariser Autoausstellung im Oktober 1934 als Modell 1935 präsentiert. Sehr viele sind zwar nicht gebaut worden, da die Modellreihe selbst nur sehr kurzlebig war und bereits im Herbst 1935 dem Nachfolger 402 Platz machen musste.

Doch auch der 402 war von Anfang an als Klappdach-Cabrio zu haben. Alle Unterversionen zusammengerechnet gab es insgesamt immerhin acht verschiedene Varianten des 402, wovon nur der 402L als E4 ein elektro-mechanisch versenkbares Dach aufwies. Bei den anderen musste man selbst mit Hand anlegen. Alle Varianten sind unter dem zusammenfassenden Begriff “Eclipse” bekannt. Diesen Namen verwendete übrigens Mitsubishi in den 90er-Jahren für ein viersitziges Familiensportcoupé wieder, welches gleichzeitig als Eagle Talon und Plymouth Laser in derselben Fabrik namens “Diamond Star” vom Band lief.

Technische Daten:

Serie 1 von 1935 bis 1938: 1991 cm³, 55-58 PS/4000, 115 km/h

Serie 2 von 1938 bis 1939: 2142 cm³, 60-63 PS/4000, 125 km/h

Matthias Gerst