Kindersitztest: Teuer ist nicht gleich gut

22.05.2013 13:57 Uhr
Kindersitz Crashtest ADAC
Im aktuellen Kindersitztest von ADAC und Stiftung Warentest erhielten zwei von 27 untersuchten Produkten die Bestnote.
© Foto: ADAC

Einer der teuersten Sitze im aktuellen ADAC-Test ist der schlechteste. Zwei von 27 untersuchten Produkten erhielten die Bestnote.

Ein hoher Preis ist bei Kindersitzen noch kein Garant für Qualität. Dieses Fazit zieht der ADAC nach seinem jüngsten Kindersitztest, bei dem gemeinsam mit der Stiftung Warentest 27 Produkte untersucht wurden. Ergebnis: Immerhin zwei Sitze erhielten die nur selten vergebene Bestnote, zwölf Modelle wurden mit "gut" ausgezeichnet.

Kritik gab es vor allem für die Babyschale Jané Strata & Strata Platform, die trotz einer UPE von über 400 Euro nur knapp am Urteil "mangelhaft" vorbeischrammte. Hauptproblem laut ADAC: Ein zu langer Gurt, der ein neugeborenes Kind nicht sichern kann.

Hinsichtlich der Schadstoffbelastung habe sich der positive Trend der letzten Tests fortgesetzt, hieß es. Neben Sicherheit und Schadstoffgehalt wurden auch Bedienung, Ergonomie, Reinigung und Verarbeitung der Kindersitze bewertet.

EU fordert künftig Seitenaufpralltest

Kindersitze in Autos sollen in Zukunft noch sicherer werden. Voraussichtlich zum 9. Juli treten neue Regelungen in Kraft, wonach die Sitze unter anderem einem Seitenaufpralltest unterzogen werden müssen. "Damit werden unsere Forderungen umgesetzt", sagte der ADAC-Verkehrsexperte Alexandro Melus. Bisher werden die Sitze lediglich auf einen Frontalcrash getestet.

Nach der neuen europaweit geltenden Regelung müssen Kinder bis zum Alter von 15 Monaten zudem entgegen der Fahrtrichtung sitzen. Momentan gilt dies nur bis zu einem Gewicht von 13 Kilo. Als Auswahlkriterium ist das Gewicht des Kindes in Zukunft nach Angaben des ADAC nicht mehr entscheidend, sondern die Körpergröße. (ng/dpa)

Die genauen Testergebnisse finden Sie unten in der Infobox unter "Dateidownload".

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