Ein im befristeten Arbeitsverhältnis stehender Kfz-Meister bei der Polizei Bremen ist in den Verdacht geraten, Reparaturen an Dienstfahrzeugen nicht korrekt abgewickelt zu haben. Wie die Polizei mitteilte, sind die Wohnung im Bremer Umland, die Diensträume in den Werkstätten sowie zwei externe Reparaturwerkstätten im Stadtteil Woltmershausen vergangene Woche durchsucht worden. Zweifel an der Korrektheit des seit Mai 2007 im Dienst der Polizei stehenden 30-Jährigen ergaben sich laut Polizeibericht erst im letzten Monat, als eine Reparaturabrechnung durch eine beauftragte Werkstatt auftauchte, die dort aufgelisteten Leistungen aber augenscheinlich nicht erbracht worden waren. Dies sei anderen Mitarbeitern nicht verborgen geblieben und so sei eine Prüfung des Vorfalls, u.a. durch Beiziehung eines Gutachters, erfolgt. Bei Ermittlungen durch die Zentrale Antikorruptionsstelle (ZAKS) verdichtete sich der Betrugsverdacht gegen den 30-Jährigen sowie seiner im privaten Kfz-Service tätigen 25-jährigen Ehefrau. Zudem ergaben sich Hinweise, dass auch bei der Aussonderung eines alten Zivilfahrzeuges getrickst wurde, heißt es im Bericht weiter. Üblicherweise erfolge dies über eine zentrale Internetauktion. Den Angaben zufolge wurde ein Kleinwagen von einem 48-jährigen Polizeivollzugsbeamten ersteigert und auf seinen Namen zugelassen. Es erhielt aber offenbar nach Aussonderung noch neue Kfz-Teile im Wert von 800 Euro. Bezogen auf diesen Sachverhalt wurden die Unterlagen in den Werkstätten ebenfalls durchsucht, aber auch die private Anschrift des Beamten wegen des Verdachts auf Untreue. (ng)
Tatort Werkstatt: Kfz-Meister unter Korruptionsverdacht
Der 30-Jährige soll Reparaturen an Dienstfahrzeugen nicht korrekt abgewickelt haben. Involviert sind wohl auch ein Polizeibeamter und Mitarbeiter zweier Werkstätten im Stadtteil Woltmershausen.