Obwohl Toyota den Verkauf seines ins Gerede gekommenen Geländewagens Lexus GX 460 nicht nur in Nordamerika, sondern auch in anderen Teilen der Welt gestoppt hat, gibt es derzeit noch keine Anzeichen dafür, dass dieses Problem einen weiteren Massenrückruf auslösen könnte. Dies betonte ein Sprecher von Toyota Deutschland gegenüber asp Online. Zwar sei das Lexus-Modell im Prinzip baugleich mit der seit vergangenen November erhältlichen neuen Generation des Toyota Land Cruiser, werde hierzulande aber nicht mit V8-Ottomotor, sondern ausschließlich mit V6-Selbstzünder angeboten. Insofern müsse also von anderen Fahreigenschaften ausgegangen werden. Dies werde aber derzeit in Rahmen von umfangreichen Tests in Japan ermittelt, nicht nur an diesem Modell, sondern an allen Geländewagen (SUV), wie eine Sprecherin des Autoherstellers am Donnerstag in Tokio mitteilte. Kundenbeschwerden habe es bislang nicht gegeben. Ein einflussreiches US-Magazin hatte am Dienstag gewarnt, der Lexus GX 460 könne in Extremsituationen umkippen (wir berichteten). Betroffen ist das Modell 2010. Der Autokonzern hat in diesem Jahr knapp 4.800 der großen Nobelautos in den USA verkauft. In geringen Stückzahlen wurde das Fahrzeug auch nach Russland und den Nahe Osten geliefert. Toyota hat zwar nach eigenen Angaben bislang keine Probleme bei dem Geländewagen festgestellt, sich aber dennoch entschieden, zur Sicherheit der Fahrer umgehend zu handeln. (ng/dpa)
Toyota: Keine Ausweitung des Geländewagen-Verkaufsstopps
Es bleibt dabei: Derzeit ist nur für den Lexus GX, nicht aber den Toyota Land Cruiser ein Verkaufsstopp geplant. In dem Geländewagen arbeitet hierzulande ein V6-Dieselmotor und nicht ein V8-Benziner wie in den USA.