Bosch: Innovationskraft bleibt hoch

12.02.2010 12:09 Uhr
Die Zahl der Patente, Patentanmeldungen und Gebrauchsmuster im Besitz der Bosch-Gruppe eigenen Angaben zufolge auf rund 82.000
© Foto: Bosch

Trotz oder wegen der Wirtschaftskrise investierte das Unternehmen 3,8 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und konnte die Zahl der Patentanmeldungen hoch halten. An jedem Arbeitstag erfolgten durchschnittlich 15 Anmeldungen, erklärte der Stuttgarter Zulieferer.

Die Forscher und Entwickler bei Bosch haben auch im vergangenen Jahr die Anzahl der angemeldeten Patente auf dem hohen Niveau von 2008 gehalten. Die Zahl der Erstanmeldungen blieb mit über 3.800 stabil, hieß es in einer Mitteilung. Somit wurden im Schnitt je Arbeitstag mehr als 15 Entwicklungen bei den Patentbehörden eingereicht. Damit bleibt Bosch auch international auf einem Spitzenplatz bei Forschung und Entwicklung. Zur Einordung: Auf einer Liste des Europäischen Patentamts belegte Bosch Rang fünf bei den Patentanmeldungen des Jahres 2008. Spitzenreiter auf der europäischen Ebene war vor einem Jahr Philips, gefolgt von Siemens, Samsung sowie BASF. Als weitere Anmelder mit großem Automotivebereich waren Toyota auf Platz zehn, Honeywell auf Rang zwölf sowie Mitsubishi auf Platz 17 gelistet. Eine aktuelle Tabelle für das Patentjahr 2009 ist noch nicht veröffentlicht. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Patente, Patentanmeldungen und Gebrauchsmuster im Besitz der Bosch-Gruppe eigenen Angaben zufolge auf rund 82.000. "Diese Zahl unterstreicht die hohe Innovationskraft von Bosch, auch in diesen schwierigen Zeiten", sagte Siegfried Dais, der als stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, unter anderem für Forschung und Entwicklung verantwortlich zeichnet. Bosch investierte im vergangenen Jahr rund 3,8 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Insgesamt arbeiten weltweit 33.000 Mitarbeiter an den Zukunftsthemen des Unternehmens. Die Finanz- und Wirtschaftskrise geht auch an den gewerblichen Schutzrechten nicht spurlos vorbei, wie das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) bereits vergangenen November meldete. Die Anmeldezahlen seien rückläufig, bewegten sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Bei den Patentanmeldungen erwartete das Institut einen Rückgang von etwa sieben Prozent. Das Ausbleiben eines massiven Einbruchs bei den Patentanmeldungen wertete die Präsidentin des DPMA Cornelia Rudloff-Schäffer dahingehend, dass viele Firmen die Krise als Chance begriffen und sich durch Investitionen in Forschung und Entwicklung für die Zeit nach der Krise rüsteten. (msh)

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