Auf Holzrädern und mit Dampfantrieb zuckelt derzeit eine auffällige Autokolonne auf Paris zu. Die 39 Autos, die alle vor mehr als 100 Jahren gebaut wurden, sind am Mittwochmorgen im südfranzösischen Bordeaux gestartet. Für die etwa 600 Kilometer lange Strecke sollen die Oldtimer etwa fünf Tage brauchen. "Wir lassen das historische Rennen von 1895 aufleben", erläuterte Marie Pierre vom Automobilclub Sud-Ouest. "Es sind zum Teil dieselben Autos, die damals bei dem Rennen Paris-Bordeaux-Paris mitgemacht haben. Das war ein Jahrhundertereignis", sagte sie.
Organisator des Rennens, bei dem die Autos im Schnitt etwa 24 Kilometer pro Stunde zurücklegen, ist Robert Panhard, ein Urenkel des gleichnamigen französischen Autopioniers. Der 60 Jahre alte Rechtsanwalt fährt zusammen mit seinem Bruder Alain einen Panhard Levassor von 1892, angeblich das älteste noch fahrende Auto der Welt. An Stelle eines Lenkrades hat das Auto noch einen Steuerknüppel.
Oldtimer-Fans aus Frankreich, Großbritannien, und den USA nehmen an dem Rennen teil. Das jüngste Auto stammt aus dem Jahr 1904. Einige der Wagen haben Holzräder, das "Stanley Steam Car" von 1903 wird mit Dampf betrieben. Das Original-Rennen gewann damals ein Modell von Peugeot, das knapp 60 Stunden brauchte. (dpa)
¬ Am Rande

- Sämtliche Fahrzeuge die am Rennen von Bordeaux nach Paris teilnehmen, sind mehr als 100 Jahre alt.
Holzräder und Dampfantrieb
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