Nach dem Hagelschaden bei VW in Emden im Juni drohen einem Versicherungskonsortium unter Führung der Allianz nun hohe Belastungen. Das Konsortium rechne mit Schäden von deutlich mehr als 100 Millionen Euro, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD/Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Versicherungskreise. Der Hagelschauer hatte am 22. Juni in der VW-Fabrik in Emden bis zu 30.000 Neuwagen beschädigt (wir berichteten).
Laut "FTD" sind die Autos über ein von der Allianz-Industrieversicherungstochter Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) geführtes Konsortium versichert. Ein AGCS-Sprecher bestätigte der Zeitung, dass das Unternehmen führender Versicherer des Risikos ist. Zu Schadenhöhe und weiteren Beteiligten schwieg er sich aus. Von der Allianz beauftragte Schadenschätzer seien vor Ort und untersuchten die beschädigten Wagen.
Nach Zeitungsinformationen trägt die AGCS 35 Prozent des Risikos, HDI-Gerling und AXA jeweils 21 Prozent. Daneben seien weitere Versicherer wie die Schweizer Zurich Financial Services betroffen. Die meisten der beteiligten Gesellschaften seien rückversichert. (rp/dpa)