ASA-Umfrage: Gute Stimmung bei den Werkstattausrüstern

17.04.2008 18:07 Uhr
Klaus Burger: Die guten Geschäfte der Werkstattausrüster werden auch 2008 anhalten.
© Foto: ASA

Nach guten Geschäften im vergangenen Jahr erwartet die Branche auch von 2008 viel. Insbesondere durch den Export nach Osteuropa stehen die Zeichen auf Wachstum. Das Deutschland-Geschäft stagniert dagegen.

Wie eine Umfrage des ASA-Bundesverbandes unter seinen Mitgliedern ergab, hat sich bei über 78 Prozent die Umsatzsituation 2007 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Damit konnten über 14 Prozent mehr Unternehmen als noch vor zwei Jahren das Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus abschließen, teilte die Branchenvertretung der Werkstattausrüster mit. Lediglich fünf Prozent der ASA-Mitglieder hatten einen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Vor zwei Jahren waren es noch elf Prozent. "Die außerordentlich gute Wirtschaftslage in Deutschland hat sich ab dem zweiten Quartal 2007 sehr positiv bei der Auftragslage der Werkstattausrüster niedergeschlagen. Hinzu kam noch der Aufschwung im Exportgeschäft, besonders im Euro-Raum", kommentierte Klaus Burger, Präsident des ASA-Verbandes, die Umfrageergebnisse. Auch für 2008 stünden die Zeichen auf Wachstum, insbesondere beim Export nach Osteuropa. Dagegen würden Ausfuhren in den Dollarraum zunehmend schwieriger. Auch sehen 80 Prozent der ASA-Mitglieder in Deutschland generell keine Wachstumschancen. In einzelnen Segmenten gebe es aber dennoch Lichtblicke. "Der zu erwartende AU-Leitfaden 4 und der weiterhin hohe Bedarf an Diagnosegeräten wird die Nachfrage in diesen Bereichen weiterhin beleben", sagte Burger. Ein leichtes Wachstum zeichne sich auch im Bereich der Hebe- und Reifendiensttechnik ab. Aufgrund der erwarteten Einführung neuer Richtlinien gelte dies auch für den Bereich Abgasabsaugung. Im Prüfstandsbereich jedoch rechnet der ASA-Präsident mit einer unveränderten Nachfrage seitens der Automobilhersteller, Werkstätten und Prüforganisationen. Weitere positive Impulse erwartet Burger von der Automechanika im Herbst dieses Jahres. Befragt zu ihrer Zielgruppe erwarten die Verbandsmitglieder eher bei freien als bei markengebundenen Werkstätten ein Umsatzwachstum, obwohl ihre Bereitschaft zu Neuinvestitionen und zur Weiterbildung deutlich geringer sei. Den Trend zur Betriebsvergrößerung sehen die Werkstattausrüster allerdings bei den Markenbetrieben und zwar überwiegend durch Fusionen. (ng)

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