Die EU-Kommission will europaweit verpflichtende Maßnahmen zur Senkung der Verkehrstoten einführen. Ab 2012 sollen neue Pkw mit einem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet werden. Für neue Nutzfahrzeuge soll ab 2013 die Ausstattung mit einem vorausschauenden Notbremssystem und einem Spurhalteassistenten verpflichtend sein. Den Vorschlägen der Kommission zufolge könnte durch die obligatorische Ausstattung von Neuwagen mit Sicherheitssystemen, etwa einem ESP oder einem Bremsassistenten, die Zahl der Verkehrstoten weltweit um rund 5.000 jährlich reduziert werden. Des Weiteren befürwortet die Brüsseler Behörde die Ausrüstung von Fahrzeugen mit rollwiderstandsarmen Reifen und Reifendrucküberwachungssystemen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Industriekommissar Günter Verheugen, gleichzeitig Vizepräsident der Kommission, erklärte, mit diesem Vorstoß wolle die Kommission die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern und gleichzeitig die Entwicklung verbrauchsarmer Fahrzeuge vorantreiben. "Wir verfolgen ein zeitgemäßes integriertes politisches Konzept zum Nutzen der Bürger, der Umwelt und der Industrie", präzisierte er. Durch rollwiderstandsarme Reifen und Reifendrucküberwachungssysteme bei Pkw können 3 Prozent bzw. 2.5 Prozent Kraftstoff gespart werden. CO2-Emissionen ließen sich so um bis zu 7 g pro km senken. Bevor der Vorschlag Gesetzescharakter erhält, müssen das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten zustimmen. (msh)
Verkehrssicherheit: EU-Kommission will ESP-Pflicht für Neuwagen einführen
Nach Vorschlägen der EU-Kommission sollen alle neuen PKW ab 2012 mit ESP ausgerüstet werden. Darüber hinaus forderte die Brüsseler Behörde am Freitag die verpflichtende Ausrüstung von Nutzfahrzeugen mit einem Notbremssystem und einem Spurhalteassistenten ab 2013.